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Über die Ausbildung zur langfristigen Perspektive

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Für Timo Zimmermann war das Lernen auf seine Abschlussprüfung keine Qual. „Wenn man eine Leidenschaft für etwas hat, dann nimmt man es gar nicht so wahr, wenn man einige Stunden am Schreibtisch sitzt“, sagt der junge Mann aus Hardthausen-Gochsen. Seine Leidenschaft hat ihn zum Landesbesten im Ausbildungsgang Elektroniker für Automatisierungstechnik gemacht. Neue Ziele hat er sich schon gesteckt. 

Für den Roboter

Sein Abschlussprojekt war anspruchsvoll, wie Trainer Wolfgang Knauß erläutert. Der Azubi hat dazu eine Kamera an einem Roboter installiert und an den Anlagenrechner angebunden. Dann brachte er ihr bei, zu erkennen, welche Werkzeuge der Roboter gerade verwendet – beispielsweise eine Niet- oder eine Schweißzange. „Timos Technik verwenden wir so weiterhin in der Testzelle“, sagt Knauß. Dazu folgte eine halbstündige Befragung im Rahmen der Prüfung sowie der allgemeine Theorieteil. Timo Zimmermann räumte überall ab, erreichte 97 von 100 möglichen Punkten. „Das war schon außergewöhnlich“, sagt sein Trainer stolz. 

Dass Timo Zimmermann die Ausbildung bei Audi begann, war eher kein Zufall. „Mir war immer klar, dass ich was mit Kabeln, was mit Elektronik machen möchte“, erzählt der 19-Jährige. Sein Vater ist langjähriger Audianer, ein erstes Praktikum im Rahmen von Bors – Berufsorientierung an Realschulen – brachte ihn schon ins Werk Neckarsulm. „Und am Ende zählten für uns natürlich auch die Zeugnisnoten“, sagt Wolfgang Knauß. 

Zimmermann ist nicht der einzige Absolvent bei Audi, der sich hervorgetan hat. In virtuellen Feierstunden haben die Kammern ihre insgesamt 116 landesbesten Auszubildenden geehrt, darunter waren sechs weitere Audianer aus Neckarsulm: Nadine Rücker (Fertigungsmechanikerin), Florentin Richter (Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker), Noah Betz (Kraftfahrzeugmechatroniker), Michelle Seußler (Industriekauffrau), Franziska Brettel (Fachkraft für Lagerlogistik) und Roland Labisch (Mechatroniker) erhielten die Glückwünsche von Marjoke Breuning, Vizepräsidentin des BWIHK und Präsidentin der IHK Region Stuttgart, die im BWIHK für Ausbildungsfragen zuständig ist. „Mit ihrem Einsatz und Fleiß haben die Absolventinnen und Absolventen eine Basis für ihre berufliche Zukunft geschaffen“, sagte Breuning.

Weiter geht's

Das gilt auch für Timo Zimmermann. Nach seiner angesichts der guten Leistungen verkürzten Ausbildung hat er bereits ein Audi-Mitarbeiterstipendium bekommen, das es ihm ermöglicht, noch etwas auf seine Ausbildung draufzusatteln. Derzeit macht er seine Fachhochschulreife an der Christian-Schmidt-Schule in Neckarsulm, anschließend möchte er sich an der Hochschule Heilbronn für Electrical Systems Engineering einschreiben, das wiederum IT-Aspekte und Elektronik verbindet. 

„Ich bereue keinesfalls, eine Ausbildung gemacht zu haben“, sagt Timo Zimmermann. „Aber es gibt gute Gründe, jetzt auch noch weiterzumachen.“ Dass er jetzt schon weiß, dass sein Arbeitgeber ihn dabei nicht nur unterstützt, sondern am Ende sogar einen Arbeitsplatz bereithält, freut und motiviert ihn natürlich besonders.

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