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Ein Beruf zum Anpacken

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Auf den ersten Blick mögen die Milch im Müsli oder das Steak zum Salat nicht viel gemeinsam haben. Auf den zweiten Blick aber umso mehr. Denn: Jedes dieser Produkte kommt aus der Landwirtschaft.

Jemand, der in diesem Bereich seine Ausbildung macht, ist Tim Wagner. Der 18-Jährige ist auf dem Spanferkel- und Obsthof in Heilbronn aufgewachsen und macht jetzt seine Ausbildung zum Landwirt im bayerischen Windsbach.

Erfahrung sammeln

Warum nicht in Heilbronn? „Unseren Hof kenne ich seit 17 Jahren. Bevor ich in den Familienbetrieb einsteige, wollte ich auswärts Erfahrungen sammeln und schauen, was wir besser machen können oder aber schon ganz gut machen“, erklärt Tim Wagner, der vom Beruf des Landwirts träumt, seit er ein kleines Kind war. „Ich wollte schon immer lieber Traktor fahren als in die Schule gehen“, sagt er und lacht. Humor braucht man, um diesen Beruf auszuüben, ist sich der 18-Jährige sicher. „Das ist das A und O. Dann kann man alles lernen.“

Geregelte Arbeitszeiten? Die gibt es nicht. „Tiere haben auch sonntags Hunger.“ Außerdem könne es im Winter durchaus passieren, dass nachts das Frostwarngerät Alarm schlägt. „Wir müssen dann sofort raus und die Pflanzen mit Wasser besprühen.“ So schützt die dadurch freigesetzte Kristallisationswärme Blätter und Blüten vor Frostschäden.

Während der Arbeit hat Tim Wagner viel mit Traktoren zu tun. Die kommen zur Ernte, beim Stroheinstreuen oder zum Pflanzen von Kulturen zum Einsatz. Kulturen bezeichnet all das, was die Bauern auf dem Acker ausbringen. Das können Getreidesorten wie Gerste, Dinkel oder Weizen sein, aber auch Früchte und Gemüse. Nicht nur mit der Natur, auch mit Tieren ist Tim Wagner viel in Kontakt.

Füttern

Auf seinem Ausbildungsbetrieb in Bayern gibt es 400 Bullen und rund 200 Kälber, die morgens und abends gefüttert werden müssen. Mit Schubkarre und Eimer werden Heu, Schrot und Silomais händisch unter den Kälbern verteilt. Für die Bullen kommt ein Futtermischwagen zum Einsatz. Danach muss der Stall sauber gemacht, auf den Ackern nach dem Rechten gesehen und die Maschinen gewartet werden. „Es gibt ständig etwas zu tun. Jeder Arbeitstag ist anders.“ 

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