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Ferienjob gesucht?

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Geld sparen für ein eigenes Auto, einen Auslandsaufenthalt oder neue Sportschuhe – für Schüler und Studenten gibt es viele Gründe, in den Ferien zu arbeiten. 

Doch wie findet ein Bewerber den passenden Job? „Vieles läuft da unter der Hand über private Kontakte“, sagt Anke Speer von der Hochschule Heilbronn. Für alle Studierenden, die in der Region nicht ganz so gut vernetzt sind, gibt es die interne Jobbörse: „Von der Weinwirtschaft bis hin zu Unternehmen, die Unterstützung in der Produktion brauchen, ist alles dabei.“

Durch die Corona-Krise gebe es vermehrt auch Angebote zur Remote-Arbeit im Homeoffice. So kann der Ferienjob für Studierende zum Beispiel darin bestehen, von daheim aus für ein spanisches Unternehmen eine Marketing-Kampagne in den sozialen Medien zu führen.

Ferienjobs in der Region 

Grundsätzlich gilt: Die Initiative ergreifen lohnt sich. Online suchen, anrufen oder einfach mal eine Initiativbewerbung schreiben. Auch in der Corona-Krise werden Ferienarbeiter von vielen großen Firmen in der Region gebraucht. 

Beim Lebensmittelhändler Lidl gibt es sowohl in den Filialen als auch in den Logistikzentren Ferienjobs für junge Menschen ab 16 Jahren, sagt Isabel Lehmann von der Pressestelle. Zu ihren Aufgaben gehörten in der Filiale unter anderem das Verräumen der Ware oder im Lager die Kommissionierung.

Auch bei Kaufland werden Ferienjobber ab 16 Jahren für diese Tätigkeiten eingestellt. Ab 18 Jahren können sie an den Kassen eingesetzt werden, sagt Annegret Adam von der Unternehmenskommunikation.
Auch in der Industrie gibt es Jobs: Der Ventilatorenhersteller EBM-Papst aus Mulfingen sucht vor allem Ferienjobber für Produktion und Logistik, sagt Pressesprecher Hauke Hannig. Bewerben können sich Schüler und Studenten ab 18 Jahren. Für manche Tätigkeiten wird ein Staplerführerschein benötigt. Wer interessiert ist, sollte sich allerdings schnell bewerben.

Aufgrund der erhöhten Sicherheitsvorschriften durch die Corona-Krise bietet das Unternehmen deutlich weniger Ferienjobs an als in den Vorjahren. Es sind nur noch wenige Plätze frei.

Audi und Schunk bieten keine Ferienjobs an

Ein weiteres Unternehmen aus Hohenlohe hat auch noch Plätze frei: Die Würth-Gruppe beschäftigt in der Logistik am Standort Künzelsau-Gaisbach Ferienarbeiter ab 16 Jahren, sagt Sonja Rauh von der Unternehmenskommunikation. Sie seien unter anderem zuständig für Wareneingang, Kommissionierung, Versand, Packerei oder Retouren. Trotz Corona-Krise würden wie üblich rund 300 Ferienarbeiter eingesetzt. Einige wenige Plätze sind noch frei, Kurzentschlossene dürften sich gerne bewerben. 

Das Lauffener Unternehmen Schunk, Hersteller von Spann- und Greifsystemen, sei immer noch in Kurzarbeit und biete deshalb dieses Jahr keine Plätze für Ferienjobber an, heißt es aus dem Unternehmen. Auch der Autohersteller Audi biete in diesem Jahr aufgrund der Betriebsruhe des Werkes vom 10. bis 28. August keine Ferienarbeit an, erklärt eine Sprecherin. Ferienjobs würden nicht in jedem Jahr vergeben, sondern nur bei Bedarf.

Weniger Jobs in der Gastronomie 

Und wie sieht es in der Gastronomie aus? „Wir haben immer eine sehr rege Nachfrage vor den Sommerferien“, sagt Thomas Aurich vom Foodcourt in Heilbronn. Da der normale Betrieb an der Hochschule noch nicht wieder angelaufen ist und viele Studenten nicht vor Ort sind, werden dieses Jahr mehr Jobs an Schüler ab 16 Jahren vergeben werden. 

Allerdings würde man diesmal nur etwa 80 Prozent der Ferienjobs anbieten können wie in den Vorjahren. In der Gastronomie sei es durch die Corona-Krise zu deutlichen Umsatzeinbrüchen gekommen. Dadurch laufe auch der Heilbronner Betrieb im Moment auf Sparflamme. Durch die Abstandsregel mussten die Sitzplätze reduziert werden, so dass sich die Gästezahl ebenfalls reduzierte und somit nicht mehr so viel Personal im Biergarten am Neckar eingesetzt werden muss wie in den Vorjahren.

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