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Wo Kreativität auf Gründergeist trifft

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Sie nennen sich Swalter, Easily, Flyhigh oder Blue Loop - und haben alle das gleiche Ziel: Sie wollen mit ihrem Geschäftsmodell am Markt durchstarten. Die Rede ist von den Gründern, die sich beim jüngsten Startup-Workshop in der Heilbronner Innovationsfabrik präsentierten. Die Vielfalt an kreativen Ideen, die der Fachjury und potenziellen Investoren dabei nahegebracht wurde, zeigt die Dynamik der Heilbronner Startup-Szene. Zum dritten Mal hat Waldemar Koch, ehemaliger Student der Hochschule Heilbronn, das Förderprogramm Startup-EDU organisiert. Mehr als 100 Hochschulabsolventen und interessierte Gründer hatten sich bei einem ersten Treffen Anfang Dezember ausgetauscht und in Teams zusammengefunden.

Hochkarätig besetzte Jury

Zwei Wochen später schlägt die Stunde der Wahrheit. Die neun antretenden Teams müssen in vier Minuten ihre Geschäftsidee vorstellen und sich dann drei Minuten lang den Fragen der Fachjury stellen. Diese ist mit Professor Wolf-Michael Nietzer (Rechtsanwalt/Investor), Jürgen Hartmann (Gründer IDS Imaging Developing Systems, Obersulm), Sigrid Rögner (Venture Forum Neckar) und Sophie Horstmann (Lafam Holding, Neustadt/Weinstraße) hochkarätig besetzt.

Die Experten zeigen sich beeindruckt, was die Teams in nur zwei Wochen an pfiffigen Konzepten auf die Beine gestellt haben. Unter dem Namen Swalter wollen beispielsweise sieben Studenten ein soziales Netzwerk für ältere Menschen aufbauen, um der Einsamkeit im Alter zu begegnen. Einfach zu bedienen, mit großer Schrift, soll das Netzwerk Senioren mit gleichen Interessen zusammenbringen. Ein Potenzial von 90 Millionen Nutzern sehen die Studenten in Swalter.

Notfall-App und Teezubereiter

Fast alle Teilnehmer haben einen technischen Hintergrund, weshalb die meisten Geschäftsmodelle auf Apps basieren. Die App Flyhigh soll Drohnenbesitzern über Flugverbotszonen informieren, die Notfall-App soll gewährleisten, dass wichtige Patientendaten im Ernstfall schnell abrufbar sind, und das Team Easily hat eine App zum Austausch von Dienstleistungen entwickelt. Manche Startups wie TeoBoli gibt es schon länger - das Familienunternehmen hat einen vollautomatischen, handlichen Teezubereiter entwickelt und sucht nun Geldgeber, um in Produktion und Marketing einsteigen zu können.

Die Jurymitglieder fragen immer wieder kritisch nach: "Wie weit seid ihr mit eurem Produkt?" "Wann wollt ihr die Gewinnzone erreicht haben?" "Wer ist eure Zielgruppe?" "Gibt es Konkurrenz?" Natürlich sind viele Geschäftsideen nicht ausgereift, natürlich ist bei einigen Teams viel Zweckoptimismus im Spiel, natürlich verfügt kaum ein Teilnehmer über praktische Erfahrung - doch das Niveau der neun Konzepte ist hoch, wie die Jury und Organisator Waldemar Koch den jungen Leuten bescheinigen.

Patientenklingel und neuartige Shisha

Den ersten Platz und damit 500 Euro im Team Pitch erreicht schließlich das Team Intermedi mit ihrer App Patientenklingel. Die Idee: Dadurch, dass die Krankenschwester auf ihrem Handy oder Tablet sofort sieht, was die klingelnde Patientin benötigt, muss sie nicht zwei Mal laufen. So kann in Krankenhäusern eine Menge Zeit gespart werden.

Platz zwei (300 Euro) geht an das Unternehmen Unipodium. Auf dem Portal sollen Hochschulabsolventen, die dort ihre Abschlussarbeiten samt Persönlichleitsprofil einstellen, mit mittelständischen Unternehmen auf Personalsuche zusammengebracht werden. Den dritten Platz (200 Euro), belegt das Team Outdoor Smoke, das eine leichte, rechteckige Shisha aus Acryglas entwickelt hat. Alle neun Teams erhalten zudem eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Beratung.

Startup-Netzwerk

Nicht nur mit den Startup-Workshops will Initiator Waldemar Koch die regionale Gründerszene besser vernetzen. So gibt es regelmäßige Treffen im Heilbronner Club Kaiser Skybar und ein Mentorenprogramm. Unterstützt wird Koch dabei unter anderem von der Hochschule Heilbronn, der Stadtsiedlung Heilbronn, der Kreissparkasse Heilbronn und dem Venture Forum Neckar

 

 

 

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