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Mehr Flüchtlinge in Ausbildung

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Gemischte Ausbildungsbilanz in der Region. Während die Industrie- und Handelskammer (IHK) Heilbronn-Franken erneut ein leichtes Minus meldet, verzeichnet die Handwerkskammer Heilbronn-Franken zum vierten Mal in Folge mehr eingetragene Ausbildungsverhältnisse. Beide Kammern registrieren jedoch einen steigenden Anteil von Flüchtlingen in Ausbildung. 

Minus und Plus

Die IHK meldet zum Jahresende 2017 exakt 4536 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse im Kammergebiet. Das entspricht einem Minus von 1,4 Prozent. Bereits 2016 hatte es einen Rückgang um 1,2 Prozent gegeben. Die Kammer nennt zwei Hauptgründe für diese Entwicklung. Zum einen strebten immer mehr Schüler nach der Schule ein Studium an und stünden damit nicht für eine duale Ausbildung zur Verfügung. Zum anderen verließen aufgrund der demografischen Entwicklung immer weniger Jugendliche die Schule, was sinkende Lehrlingszahlen nach sich ziehe.

Im Handwerk setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahr fort. 1937 neue Lehrstellen meldet die Handwerkskammer zum Jahresende – das entspricht einem Zuwachs von 2,4 Prozent im Vergleich zu 2016. "Es ist nun das vierte Jahr in Folge, dass wir eine Steigerung bei den Neueintragungen im Handwerk haben“, freut sich Kerstin Lüchtenborg, Abteilungsleiterin Berufsbildung bei der Handwerkskammer. 
Kerstin Lüchtenborg betont, dass das Plus "ganz klar auf die Ausbildung geflüchteter Menschen zurückzuführen“ sei. 

Chancen geben

So seien 109 Ausbildungsverträge mit jungen Menschen aus den Asylherkunftsländern geschlossen worden. Lüchtenborg: "Das sind 5,6 Prozent der Neueinträge. Wir freuen uns über die Zunahme des Bewerberpools für eine handwerkliche Ausbildung und haben aus diesem Grund noch eine zusätzliche Personalstelle geschaffen, damit wir die geflüchteten Menschen bei ihrem Weg in eine Berufsausbildung besser unterstützen und dem Bedarf gerecht werden können.“ Wie berichtet kümmert sich bei der Handwerkskammer neben Figen Sülün seit Januar auch Andreas Spielmann um die berufliche Integration junger Flüchtlinge. Kammerpräsident Ulrich Bopp macht sich seit langer Zeit dafür stark, diesen Menschen in den Betrieben eine Chance zu geben.

Auch die IHK ist auf diesem Feld aktiv. Im zurückliegenden Jahr haben 123 junge Menschen aus den Herkunftsländern Afghanistan, Iran, Irak, Syrien, Eritrea, Nigeria, Pakistan, Somalia und Gambia eine Ausbildung bei einem IHK-Betrieb in Heilbronn-Franken begonnen. Mit Blick auf eine aktuelle Umfrage weist die Kammer darauf hin, dass gut 16 Prozent der Betriebe in der Region die Einstellung von Flüchtlingen als Auszubildende erwägen.

 

 

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