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Superabsorber und Nanobeschichtung

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Der Schnee ist zwar nur künstlich, aber die Achtklässlerinnen haben trotzdem ihren Spaß daran. Mit den Händen versuchen sie aus der Hydrogelmasse, die in der Reaktion von Wasser mit einem speziellen Kunststoffpulver entstanden ist, kleine Bälle zu formen. "Der Superabsorber ist ein Material, das in Babywindeln dazu eingesetzt wird, die Flüssigkeit zu binden“, klärt sie Cathrin Brinkmann auf. 

Mint-Jobs

Naturwissenschaftliche und technische Vorgänge leicht gemacht. Dazu werden sie noch unterhaltsam präsentiert. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Carolin Birk, die studierte Umweltschutztechnikerin und Biotechnologin ist, hat Biologin Brinkmann an der Obereisesheimer Wilhelm-Maier-Schule Station eingelegt. Die beiden Expertinnen des Programms  Coaching4Future  nehmen die Mädchen mit auf eine Reise in die Welt von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT)

"Es geht darum, ihnen Berufe aus dem MINT-Bereich zu zeigen und die Berufschancen näherzubringen“, sagt Cathrin Brinkmann. Auf Einladung von Tatjana Weikum-Priss, Projektleiterin bei der BBQ Beruflichen Bildungs gGmbH, sind die beiden Expertinnen an die Schule gekommen: Im Rahmen der auf zwei Schuljahre angelegten Girls’ Day Academy, die alle 14 Tage am Mittwochnachmittag stattfindet und neben Seminaren zur persönlichen Entwicklung wie Team- oder Bewerbertraining insbesondere praktische Workshops und Betriebserkundungen in den Mittelpunkt stellt. Finanziert wird sie von der Agentur für Arbeit und Südwestmetall, um Mädchen für eine Ausbildung oder ein Studium im MINT-Bereich zu begeistern.

Denn noch immer überwiegen Vorurteile gegenüber den vermeintlich langweiligen Männerberufen, deren eigentliches Tätigkeitsfeld indessen gar nicht so klar ist. "Es gibt zwar einen leichten Anstieg – und diese Entwicklung ist sehr erfreulich“, sagt Tatjana Weikum-Preiss. "Aber nicht so stark, wie man es gerne hätte.“

Spannende Beispiele

So haben die beiden Fachfrauen ein ganzes Bündel an spannenden und zukunftsweisenden Beispielen mitgebracht, die unmittelbar an den Lebensalltag der Schülerinnen anknüpfen. Den Superabsorber, der auf den Beruf der Produktionsfachkraft Chemie hinweist. Jacken mit reflektierender Nanobeschichtung, an denen die Oberflächenbeschichterin oder Textillaborantin mitgearbeitet hat. Oder Schutzprotektoren aus intelligenter Knete, die die technische Produktdesignerin entwirft und die Werkstoffprüferin unter die Lupe nimmt.

Das Induktionsladegerät erregt bei den Achtklässlerinnen besonderes Interesse. "Da muss man das Handy nur drauflegen. Ohne Einstecken. Cool“, findet Soe Czyrt. Erst war sie skeptisch, jetzt ist sie von den vielen technischen Gerätschaften angetan. Sie möchte Physiotherapeutin für Tiere werden. "Sachen für Jugendliche herstellen“ wäre aber auch nicht schlecht. Auch Selin Iri räumt ein: "Ich hätte nicht gedacht, dass technische Berufe so interessant sein können.“ 

 

 

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