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Die eigenen Stärken entdecken

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Felix Müller aus Herrentierbach pilgert bereits am frühen Morgen von Stand zu Stand. Er will sich bei der Bildungsmesse in der Mulfinger Stauseehalle über potenzielle Ausbildungsberufe informieren. "Mich interessiert ein Handwerksberuf. Eine Ausbildung zum Industriemechaniker könnte ich mir vorstellen“, erklärt der Achtklässler. Sein Klassenkamerad Henning Mack aus Heimhausen nimmt am Samstag vor allem Technikberufe unter die Lupe. "Technischer Systemplaner ist ein Ausbildungsberuf, der mich sehr interessiert“, sagt er. 

Leidenschaft und Spaß

Bereits zum vierten Mal veranstaltet der Förderverein der Mulfinger Schulen einen Berufsinformationstag. Mehr als 20 Unternehmen aus der Region – unter anderem Arnold Umformtechnik, Bürkert und Sigloch – stellen sich von 9 bis 14 Uhr den zahlreichen Fragen von Jugendlichen, Eltern und Lehrern. Regen Zulauf erfährt am Samstagmorgen auch der Infostand der Agentur für Arbeit. Berufsberater Gerd Schütz und seine Kollegin Angelika Ropte helfen Jugendlichen unter anderem dabei, die eigenen Interessen und Stärken zu entdecken. "Wir sind froh, dass wir in der Region eine gute Ausbildungsstellensituation haben. Wichtig ist, dass die Mädchen und Jungen einen Ausbildungsberuf ergreifen, der ihnen Leidenschaft und Spaß bringt“, erklärt Schütz. 

Der Berufsberater ermuntert die Jugendlichen regelmäßig zu einem Praktikum und betont immer wieder, dass die Schulnoten heute nicht mehr so ausschlaggebend seien wie früher. "Die Schülerzahlen gehen zurück, und die Unternehmen müssen daher schon den Praktikanten mehr bieten als nur monotone Kopiertätigkeiten“, sagt Schütz.

Einen guten Einstieg ins Berufsleben hat schon Samuel Schmitt aus Simprechtshausen gefunden. Am Samstag gibt der angehende Kaufmann im Groß- und Außenhandel am Infostand der Firma Sprügel aus Ingelfingen den Besuchern einen Einblick in seinen Arbeitsalltag. "Bei Sprügel gefällt mir vor allem, dass hier Werte wie Ehrlichkeit und Freundlichkeit gelebt werden“, so Schmitt. 

Soziale Berufe

Dass viele Firmen aus der Region oft auf internationalen Märkten aktiv sind, spricht auch Verena Henn an. "Jako stellt bekannten Sportvereinen wie Hannover 96 und Bayer Leverkusen die Trikots“, erklärt sie. Bei Jako absolviert die junge Frau den Praxispart ihres Studiengangs BWL-Handel an der Dualen Hochschule in Mosbach. "Ich finde es cool, beruflich was mit Sport zu tun. Die eine oder andere Sportgröße bekommen wir schon mal zu Gesicht“, sagt die passionierte Volleyballspielerin lachend. 

Neben Handwerksberufen und Ausbildungsmöglichkeiten in regionalen Industrieunternehmen gibt es beim Berufsinformationstag auch Infos zu sozialen Berufen. "Wer kommunikativ ist und eine Leidenschaft dafür entwickelt, anderen zu helfen, dem steht heute nicht nur im Erziehungsbereich die Tür offen“, erläutert Johann Dirnberger. Der Geschäftsführer der St. Josefspflege Mulfingen kann sich noch gut an seinen Berufsstart erinnern. "Damals war Sozialpädagogik noch ein neues Berufsbild,“ so Dirnberger. Inzwischen habe sich sein Beruf längst etabliert.

Mit Menschen zu arbeiten, das steht auch bei Jenny Thorwarth im Vordergrund. Sie absolviert derzeit in der Physiotherapie-Praxis von Sabine Hirschlein in Mulfingen eine Ausbildung. "Wir arbeiten mit Menschen aller Altersgruppen, das macht den Reiz aus“, erklärt Thorwarth. "Ein reiner Bürojob wäre nichts für mich.“

 

 

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