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Der Aufkleber an der Zapfsäule sagt es eindeutig: Mit dem Handy zu telefonieren ist hier verboten. "Es weiß allerdings keiner, warum, auch die Erwachsenen nicht“, stellt Daniel Gabriel, Pächter der Agip Service Station in Leingarten fest. Deswegen erklärt er auch das den Schülern, die beim Berufsschnuppertag in seinem Betrieb auftauchen. Rund 50 Jugendliche von der Eichbottschule waren am Vormittag in 17 verschiedenen Firmen und Einrichtungen unterwegs.

Berufsschnuppertag 

Also, die Sache mit dem Handy. Das liegt keinesfalls an der Strahlung, die die Technik stören könnte, wie viele meinen. Den Zapfhähnen entweicht beim Tanken immer etwas Gas, das sich aber nicht gleich verflüchtigt, sondern zunächst zu Boden sinkt. "Wenn euch dann das Handy runter fällt und wegen des Akkus ein Funke entsteht, beginnt der Spaß eures Lebens“, warnt Gabriel die drei Jungs, die da gerade vor ihm stehen.

Der gelernte Kfz-Mechaniker bildet zwar noch nicht selber zum Einzelhandelskaufmann, Fachrichtung Tankstelle, aus, würde sich aber freuen, wenn sich mehr Jugendliche dafür interessieren. Für ihn ein guter Grund, beim Berufsschnuppertag mitzumachen. Bei einem Gang über das Gelände zeigt er den Schülern, dass Tankstellenpächter mehr bedeutet, als nach der Zapfsäule zu fragen und abzukassieren. Da sind etwa der Blick in die Waschanlage und der Hinweis auf den unterirdischen Ölschieber, durch den alles Wasser laufen muss, bevor es in der Kanalisation landet. "Ein Tropfen Öl kann Tonnen von Wasser verunreinigen.“ Und vom Benzinverkauf allein könnte ein Tankstellenpächter heute nicht mehr leben. Das Hauptgeschäft findet im Shop statt. "Da brauchst du einen Backshop, Hermes, Lotto, lauter Zusatzgeschäfte, die die Kunden anlocken“, betont er.

Eigeninitiative und Selbstdisziplin 

Wichtig seien aber auch die Öffnungszeiten, die länger sind als im Supermarkt. "Der Kunde erwartet eine große Vielfalt, und die müssen wir anbieten, damit er was mitnehmen könnte“, verrät er ein Geheimnis des Einzelhandels

Einer der Jungs will wissen, welchen Abschluss man braucht, um so eine Tankstelle betreiben zu können. "Pächter kann man nicht lernen, da sind vor allem viel Eigeninitiative und Selbstdisziplin notwendig. Aber mir macht es mehr Spaß, als angestellt zu sein“, erklärt Gabriel.

Zu Gast in der Kita 

Auch in der Kindertagesstätte Eichbott sind bereits Jugendliche zu Gast. Kim und Nino (beide 13) werden aber nicht herumgeführt, sie erleben den Alltag in der Kita mit Stuhlkreis, Ermahnungen und Spiel hautnah mit. Nino war zuerst in der Mühle, hat in der Krippe mitgeholfen. "Ich wollte einen Eindruck bekommen, wie es ist, mit kleinen Kindern umzugehen“, erzählt er. Jetzt könnte er sich vorstellen, sollte es mit den Berufswünschen Profi-Fußballer und Polizist nichts werden, in diese Richtung zu gehen. Für Kim ist es an diesem Tag der zweite Kindergarten. Kaum angekommen, schneidet sie dickes Papier in Viertel. Daraus sollen Einladungskarten werden. Etwas Soziales würde sie später gern beruflich machen. Was, weiß sie noch nicht. 

 

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