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Gute Tipps von Firmen und Schüler

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Benit Nuhijas Liste ist schon ziemlich voll. "Am Anfang fiel es mir etwas schwer, einfach auf die Leute zuzugehen. Das sind ja Erwachsene, die man nicht kennt. Aber nach der ersten Firma lief es dann“, erzählt der 15-Jährige. So wie er sind am Freitagvormittag alle Siebt- und Achtklässler der Dammrealschule Heilbronn in deren Turnhalle mit einem Erkundungsbogen unterwegs. Zur Berufsorientierung hat die Schule eine Ausbildungs- und Bildungsmesse organisiert. 

Berufsorientierung 

"Wir haben ein ganz strukturiertes Curriculum, wie bei uns an der Schule die Berufsberatung abläuft“, erläutert Lehrerin Katharina Hendel. "Unser Ziel ist es, dass der Übergang möglichst reibungslos verläuft und die Jugendlichen unsere Schule mit so vielen Informationen wie möglich verlassen.“ Das passt auch zum neuen Bildungsplan, in dem die Berufsorientierung einen wesentlich höheren Stellenwert als bisher hat. "Wir sind da schon sehr gut aufgestellt, müssen unsere Maßnahmen eigentlich nur noch verfeinern“, sagt die Lehrerin.

Die hausinterne Messe bietet auch den Lehrern die Möglichkeit, mit den Firmen in Kontakt zu treten, um zu hören, was aktuell gefragt ist. Da kommen auch Probleme zur Sprache. "Wir haben zum Beispiel letztes Jahr die Rückmeldung bekommen, dass es oft an Sprachkenntnissen mangelt, vor allem aus dem kaufmännischen Bereich“, berichtet Hendel. Das betreffe auch viele andere Realschulen. Deswegen legen die Lehrer in den Klassen 9 und 10 nun noch mehr Wert auf Deutsch, arbeiten an Ausdruck und Kommunikationsvermögen.

Praktikumsbericht

Dieses neue Können zeigen die Neuntklässler und stellen die Berufe vor, in denen sie vergangenen Herbst ihr Praktikum gemacht haben. Sie stehen den Achtklässlern Rede und Antwort, denn die sind ja im nächsten Schuljahr dran. Gesprochen wird über "Klassiker“ wie Erzieher, Mechatroniker und Friseur, aber auch ein paar fast schon exotisch anmutende Berufe sind dabei. Nico Mayer etwa hat Landwirt getestet. "Ich arbeite gerne draußen und wir haben viele Bekannte, die in dem Bereich tätig sind“, erzählt der 15-Jährige. Abwechslungsreich sei die Woche gewesen, er konnte viel machen und die Arbeitszeiten waren lang. "Es ist gut, dass ich das hier präsentieren kann, denn es ist wirklich ein wichtiger Beruf, den wir alle brauchen.“ 

Auch an den Ständen der 14 Aussteller ist einiges los. Firmen wie die Salzwerke und Schneider Bau, die sogar noch Azubis für den Herbst suchen, sind ebenso vertreten wie die Stadt Heilbronn, die Polizei und die Johann-Jakob-Widmann-Schule. An ihrem Stand ziehen zwei kleine humanoide Roboter die Blicke der Schüler auf sich.

 

 

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