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Baggerfahren ist nicht so leicht wie es aussieht

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"Ich habe nicht gedacht, dass Bagger fahren so schwer ist. Das sieht immer so einfach aus“, staunt Efstathios Theodoris (14), als er vom Minibagger steigt, den das Bauunternehmen Schwarz zum vierten Handwerkertag auf den Unteren Markt von Künzelsau mitgebracht hat. 15 Hohenloher Handwerkerbetriebe vom Fliesenleger bis zum Zimmermann wollen der jungen Generation einen Tag lang Lust auf Handwerksberufe machen. 

Breites Ausbildungsangebot im Handwerk 

Mit 130 verschiedenen Ausbildungsberufen habe das Handwerk ein breites Spektrum zu bieten, betont Kurt Schreiber, Vizepräsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. Doch in Zeiten des Fachkräftemangels suchen die Betriebe händeringend Nachwuchs. "Wenn wir keine Azubis mehr bekommen, können wir die Betriebe so langsam zu machen“, sagt Jörg Häfner von der Schreinerei Ehrler. Denn Fachkräfte gewinne man nur durch Ausbildung

Der Handwerkertag ist für ihn ein guter Ansatz, um die Werbetrommel für Handwerksberufe zu rühren. Lediglich die klassischen Frauenberufe wie Kosmetikerin oder Friseurin sind diesmal zu kurz gekommen. Andrea Schwerzens, die für die Organisation des Gemeinschaftsprojekts von staatlichem Schulamt, Kreishandwerkerschaft Schwäbisch Hall und Handwerkskammer Heilbronn-Franken verantwortlich zeichnet, will das beim nächsten Handwerkertag ändern.

Einblicke gewinnen 

Vor allem Schüler aus Künzelsau, Kupferzell und Niedernhall nutzen die Möglichkeit, Einblicke in verschiedene Handwerksberufe zu bekommen. Dass sie beim Informationen sammeln auch noch gewinnen können, kommt gut an: An jedem Stand warten praktische Aufgaben. Wer sie löst, sammelt Punkte. Der beste Nachwuchshandwerker und die erfolgreichsten Schulklassen können sich am Ende des Tags über einen Zuschuss für die Klassenkasse freuen.

Ohnehin haben sich die Betriebe für den Nachwuchs einiges einfallen lassen. Bei Holzbau Mögerle können Schüler eine Wasserwage bauen, bei der KfZ-Innung Ventile einschleifen, bei Fliesenleger Käfer Badezimmerfliesen zurecht schneiden, bei der Schreinerei Ehrler Schmetterlinge aussägen. Letzteres macht Vlora Bela (14) aus Künzelsau viel Spaß, während ihrer Freundin Viola die Arbeit mit einer Schablone beim Malergeschäft Vogel am besten gefällt. "Es ist schön, dass man hier die Berufe einmal kennenlernt, die man so noch gar nicht kannte“, findet sie. 

Positiv überrascht 

Die Handwerksbetriebe sind nicht nur zufrieden mit der Resonanz. "Wir sind überrascht, wie viele Schüler heute gekommen sind“, freut sich Schreiner Stefan Ehrler. Es sei auch "schön zu sehen, wie hoch konzentriert die Jugendlichen sind.“, sagt Michael Hörner vom Holzbau Mögerle.

Am liebsten sind ihnen allen aber wohl junge Leute wie der 14-jährige Nils Bauer aus Mulfingen. Ihm macht es nicht nur "großen Spaß, mit meinen Händen zu arbeiten“. Er ist sich am Ende des Handwerkertags auch sicher, dass er "entweder Schreiner oder Mechatroniker werden möchte“.

 

 

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