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Fünf Stunden Firmenhopping

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Die Liste von Leonie Fissler und Nina Brenzinger ist lang. Von Radio über Medizin bis zur Bundeswehr: Die beiden 14-Jährigen aus dem Zabergäu interessieren sich für (fast) alles. "Wir schauen uns alles an, was auf den ersten Blick interessant aussah“, erzählen die Mädchen. Fünf Stunden haben sie Zeit, denn so lang geht am Donnerstagabend die Nacht der Ausbildung in Heilbronn. Diese fand zeitgleich auch in Schwäbisch Hall und Crailsheim sowie erstmals auch in Künzelsau und Bad Mergentheim statt.

Drei Touren

28 Betriebe konnten die Wirtschaftsjunioren dieses Jahr für Heilbronn gewinnen. Auf drei Busrouten wurden sie angefahren. Shuttleparty mal anders – rund 1000 Jugendliche fuhren mit. 
Route A Richtung Neckarsulm ist die begehrteste, die Busse sind zu Beginn rappelvoll, aber auch Richtung Innenstadt (C) und Böllinger Höfe mit Leingarten (B) zieht es viele. Am Busbahnhof am Heilbronner Bahnhof – und später auch bei den Betrieben – kann man einsteigen.

Davide Francesco Reale ist bei Schneider Bau ausgestiegen. "Ich hab gehört, Straßenbau ist ein guter Job, jetzt will ich mal ein Praktikum machen und dann weitersehen“, erzählt der 16-jährige aus Klingenberg. Auf Praktika hat es auch Benjamin Ortwein abgesehen. "Ich bin offen für alles, so vier, fünf Betriebe hab' ich vor“, erzählt der Zwölfjährige. Gemeinsam mit Papa Timo steht er an der Bushaltestelle und wartet auf die nächste Mitfahrgelegenheit.

Andrang bei Binder

Richtig viel los ist bei der Firma Binder. Die Kantine wurde zur lässigen Lounge umgestaltet. Leise Musik, coole Palettenmöbel und Pizza lassen die Jugendlichen entspannen. Berufe kennenlernen ist hier ganz modern möglich, Stichwort Virtual Reality. In einem extra gedrehten Film stellen die betriebseigenen Azubis ihre Ausbildung vor. In der Kantine sind auch Stände für die einzelnen Berufe aufgestellt. Von dort aus werden die Schüler von Azubis in den Betrieb geführt, dorthin, wo die Ausbildung tatsächlich stattfindet. "Wir hoffen, dass wir dadurch im Gedächtnis bleiben, dass sie sich an heute Abend erinnern, dass es bei Binder etwas anders war“, erzählt Pressesprecher Mathias Burkhardt.

Mal reinschnuppern

Auch Lehrer sind unterwegs. "Für unsere Achter ist es eine Pflichtveranstaltung, für die Zehner freiwillig“, erzählt Melanie Abelein von der Johannes-Häußler-Schule Neckarsulm. Alle sind mit Laufzetteln ausgestattet, damit nicht nur gefeiert wird. In mindestens vier Firmen müssen sie Fragen beantworten. "Die haben so wenig Vorwissen, aber hier können sie die Berufe kennenlernen und auch in die Betriebe reinschnuppern.“ Abelein hat Erfahrung aus den Vorjahren: "Wer sich informieren will, bekommt hier wirklich viel mit.“ 

 

 

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