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Vorbildliche Berufsberatung

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Für Schüler von Werkrealschulen und Realschulen wird es in der 8. und 9. Klasse ernst: Wohin soll der Weg führen? Auf eine andere weiterführende Schule? Oder in eine duale Ausbildung? Der Berufsorientierung kommt bei diesen wichtigen Entscheidungen eine zentrale Bedeutung zu. Deshalb verstärkt die Arbeitsagentur Heilbronn ihr Engagement in den Schulen. An der Neuenstädter Helmbundschule funktioniert die Kooperation von Schule und Berufsberatung vorbildlich.

Feste Ansprechpartnerin

"Wir haben schon vor mehr als sieben Jahren mit der Berufsorientierung begonnen“, sagt Rektor Erik Rau. Also lange bevor das Thema fest im Lehrplan verankert wurde. Fast ebenso lang arbeitet die Schule mit der Berufsberaterin Melanie Allinger zusammen. Allinger geht regelmäßig in die Klassen der Werkrealschule und der Realschule, um die Acht- und Neuntklässler über berufliche Möglichkeiten zu informieren.

Noch wichtiger ist aber die offene Sprechstunde, die Melanie Allinger einmal im Monat anbietet. "Die Schüler haben viele eigene Fragen, die man besser im Einzelgespräch klärt“, sagt die Berufsberaterin. Die Helmbundschule weiß zu schätzen, dass die Schüler in Melanie Allinger seit Jahren eine feste Ansprechpartnerin haben. Deshalb stellt ihr die Schulleitung für die Sprechstunde einen eigenen kleinen Raum zur Verfügung – was nicht in allen Schulen selbstverständlich sei, in denen die Berufsberaterin unterwegs ist. "Die Bedingungen hier sind ideal“, lobt Allinger die Zusammenarbeit.

Das liegt auch am Engagement von Rektor Erik Rau und dem zweiten Konrektor Matthias Müller. So findet in diesem Jahr zum elften Mal die jährliche Ausbildungsmesse "Berufe im Blickpunkt“ statt, die die Helmbundschule gemeinsam mit dem Eduard-Mörike-Gymnasium veranstaltet. "Die Messe hat sich etabliert, es präsentieren sich mehr als 60 Aussteller aus Neuenstadt und Umgebung“, berichtet Müller. Ohnehin ist die Kooperation mit örtlichen Unternehmen ein wichtiger Baustein in der schulischen Berufsorientierung – immer wieder gibt es gemeinsame Projekte, bei denen die Schüler Firmen und Berufe kennenlernen können.

Offene Lehrstellen

Wenn die Schüler bereits Erfahrungen gesammelt haben, macht das natürlich auch die Arbeit von Melanie Allinger leichter. Im Idealfall muss sie gar nicht mehr groß erklären, was ein Industriemechaniker, ein Elektrotechniker oder ein Mediengestalter macht. Vor ihrem Zimmer in der Helmbundschule hängen die offenen Lehrstellen aus der Region am Schwarzen Brett, so dass jeder Schüler weiß, wo gerade welche Ausbildungsberufe gefragt sind.

Einmal im Schuljahr fahren die Achtklässler der Werkrealschule ins Berufsinformationszentrum (Biz) der Arbeitsagentur Heilbronn, um sich zu informieren. Und die Berufsberater kommen mit ihrem Biz-Mobil zu den Neuntklässlern der Helmbundschule nach Neuenstadt. "Wir setzen hier auf Präsenz vor Ort, weil nicht jeder Schüler den Weg ins Biz findet“, erläutert Katrin Kottmann, Bereichsleiterin der Arbeitsagentur Heilbronn die Strategie.

Nicht immer Gymnasium

Um sicherzustellen, dass die Berufsorientierung auch ankommt, müssen alle Neuntklässler mindestens einen Termin bei Melanie Allinger vereinbaren. Und auch die Eltern werden im Rahmen von Informationsabenden ins Boot geholt.

Die Schulleitung und die Arbeitsagentur sind überzeugt davon, dass ihre Berufsorientierung zielführend ist. "Es hilft, dem Trend entgegenzuwirken, trotz schlechter Qualifikation aufs Gymnasium zu wechseln“, sagt Rektor Rau. Er schätzt, dass sich etwa die Hälfte der Abschlussschüler für eine duale Ausbildung entscheidet. "Unsere Schüler kommen sehr gut unter“, fasst Rau seine positiven Erfahrungen zusammen.

 

 

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