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Azubis mit guten Chancen

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In Baden-Württemberg werden vier von fünf Auszubildenden von den Betrieben übernommen. Die Übernahmequote lag 2017 wie im Vorjahr wieder bei 78 Prozent – und damit vier Prozent über dem Durchschnitt aller westdeutschen Bundesländer. Dies geht aus einer vom Stuttgarter Wirtschaftsministerium beim Tübinger Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) für das Jahr 2017 in Auftrag gegebenen Studie hervor. Die Untersuchung liegt der Heilbronner Stimme vor.

1.200 Betriebe

"Die Übernahmechancen von Auszubildenden in Baden-Württemberg und die Perspektiven nach einer betrieblichen Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt sind weiterhin ausgesprochen gut“, sagt Südwest-Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Das IAW hat für seine Studie 1.200 baden-württembergische Betriebe aus verschiedensten Branchen befragt. Im Südwesten haben 2017 mehr als 160.000 Betriebe Ausbildungsplätze angeboten. Damit nutzt aber nur die Hälfte der Unternehmen die Möglichkeit, tatsächlich junge Menschen auszubilden. Eine Berechtigung hierzu hatten nämlich knapp 322.000 Firmen.

Wer ausbildet, hat trotzdem Probleme, geeignete Bewerber zu finden. Lediglich 78 Prozent der Ausbildungsbetriebe konnten alle angebotenen Plätze besetzen. "Darum informieren wir Jugendliche und ihre Eltern über die Vorteile und Chancen einer Berufsausbildung auf vielen Kanälen“, erklärt die CDU-Politikerin.

Weiter kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass eine intensive Nutzung digitaler Technologien mit einem größeren Erfolg bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen einhergeht: Unter den Betrieben, die sehr stark auf digitale Technologien setzen, lag die Besetzungsquote bei 84 Prozent. Unter den Betrieben mit einem geringeren Grad der Digitalisierung lag die Quote hingegen nur bei 75 Prozent. "Die Digitalisierung ist eine Chance für die betriebliche Ausbildung und ein wichtiger Attraktivitätsfaktor für Jugendliche“, sagt Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut.

Weibliche Auszubildende

Bei der Übernahmequote der Betriebe lagen die Männer bereits seit dem Jahr 2000 stets über jener von Frauen. So wurden laut der Befragung 80 Prozent der männlichen Auszubildenden übernommen, bei den weiblichen Lehrlingen waren es nur 75 Prozent. Damit hat sich der Abstand zwischen beiden Geschlechtern zwar verringert, trotzdem blieb der Unterschied bestehen.

Generell, so heißt es in der Studie des Tübinger Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung, sei der Anteil der weiblichen Auszubildenden in Baden-Württemberg seit 2015 sukzessive zurückgegangen. 2017 lag er mit 43 Prozent nahe dem historischen Tiefpunkt von 2007, als es etwas mehr als 42 Prozent waren. Den mit Abstand höchsten Frauenanteil unter den Auszubildenden gab es im Dienstleistungssektor.

 

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