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Studium in der Tasche

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"Bildungsbohne“, "Volle Dröhnung“ oder "Neckarplörre“ steht auf den Kaffeebohnen-Verpackungen von Culinary Coffee. Direkt daneben ist ein riesiges Buffet mit Kuchen, Spießen und Gebäckteilchen aufgebaut. "Wir haben 650 Spieße gemacht, 15 Kilo Humus und fast 20 Kilo Couscous-Salat“, sagt Franca Hoffmann. Die 22-Jährige studiert im vierten Semester Food Management und hat das Essensangebot für die knapp 200 Gäste der Bewerbernacht organisiert. 

250 Ausbildungsparter 

Eine von ihnen ist die 21-jährige Celine aus dem Odenwald: "Ich mache gerade meine Ausbildung zur Konditorin und möchte dann im kommenden Jahr gerne mit dem Studiengang Food Management beginnen.“ Alle Studiengänge beginnen im Oktober. "Die großen Firmen bilden jedes Jahr aus, kleine teilweise nur alle zwei bis drei Jahre“, sagt Professor Otto Weidmann, Prorektor der DHBW Heilbronn. Und er ergänzt: "Wir arbeiten mit über 250 Firmen zusammen.“ 

Einige der 30 Firmen, die sich bei der Bewerbernacht auf dem Bildungscampus präsentieren, suchen erst für das Folgejahr, haben ihre Studenten für Oktober bereits gefunden. Gefunden? "Ja, wir haben auf unserer Website eine Liste. Da steht drauf, welche Firmenpartner es gibt und bei welchen noch Plätze frei sind. In den meisten Fällen bewerben sich dann die Interessierten direkt bei der Firma. Sie können aber auch einen Lebenslauf hochladen und so auf dem entgegengesetzten Weg von der Firma kontaktiert werden“, sagt Yvonne Zajontz, Professorin des Studiengangs Dienstleistungsmanagement.

Neuer Studiengang

Insgesamt vier Studiengänge gibt es an der DHBW: Handel, Food Management, Dienstleistungsmanagement – und ganz neu ab Oktober Wein-Technologie-Management. Möglich ist das bei der Firma Riegel-Bioweine mit Sitz am Bodensee. Hier studiert Linda Vogt im sechsten Semester Food Management. "Ich mag einfach total gerne die Liebe zum Wein, den Genuss, die Nachhaltigkeit“, sagt die 28-Jährige.

Zwischen den einzelnen Info-Ständen laufen Scouts mit grauen Shirts herum. "Das sind Studierende, die die Schüler und Abiturienten beraten. Manchen ist das lieber, als direkt mit den Professoren Kontakt aufzunehmen“, sagt Daniela Hülsebusch von der Hochschulkommunikation der DHBW Heilbronn.

Wer den direkten Kontakt zu den Firmen sucht, für den gibt es das Speed Dating. 60 Interessierte haben sich laut Hülsebusch angemeldet. Im Zehn-Minuten-Takt kommen sie mit Firmenvertretern ins Gespräch. "Je nachdem, wie es läuft, bekommen sie dann eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Manche sind auch schon direkt mit einem Studiengang in der Tasche rausgegangen.“ 

 

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