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Jugendberufsagentur 2023

Übersicht

Ab September bis März 2023 wird in Heilbronn probeweise eine Jugendberufsagentur eingerichtet. Sie soll Anlaufstelle und der Weg in den Beruf für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren aus dem Stadtkreis Heilbronn, Heilbronner Schüler aus allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie sonderpädagogischen Bildungszentren sein.

Zusammenarbeit

Das beschloss der Gemeinderat einstimmig. Die erforderlichen Finanzmittel teilen sich zu gleichen Teilen die Stadt Heilbronn, die Agentur für Arbeit und das Jobcenter der Stadt Heilbronn. Bis zum kommenden Sommer soll eine entsprechende Vereinbarung über Angebote und Ziele unterzeichnet sein. 

Anlass, eine Jugendberufsagentur einzurichten, ist die Tatsache, dass sich die Stadt Heilbronn seit Jahren sehr dynamisch entwickelt. Für dieses Jahr erwartet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) einen Zuwachs von 2,4 Prozent an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und damit das stärkste Wachstum in Baden-Württemberg. 

Jugend ohne Job

Im Gegensatz dazu ist die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen unter 25 Jahren in Heilbronn mit vier Prozent mit die höchste in Baden-Württemberg. Der Landesdurchschnitt liegt bei 2,4 Prozent. "Überdurchschnittlich viele Jugendliche finden nur erschwert Zugang in Arbeit oder Ausbildung und brauchen zusätzliche Unterstützung“, beschrieb Sozialbürgermeisterin Agnes Christner die Situation.

Mit der Einrichtung einer Jugendberufsagentur sollen die verschiedenen Leistungen für junge Menschen räumlich gebündelt, fachlich verzahnt und sinnvoll ergänzt werden. "Doppelstrukturen im Leistungsangebot sollen vermieden werden“, sagt Christner. Anbieten wird die Jugendberufsagentur ihr Beratungs- und Unterstützungsangebot in der Agentur für Arbeit an der Rosenbergstraße 50.

Unterstützung gesichert

Im Rahmen des Projekts wird auch die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern, insbesondere dem Staatlichen Schulamt, der Wohlfahrtspflege, der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer, dem Haus des Jugendrechts und den Jugend- und Quartierszentren entwickelt. Erste Schritte der Kooperation sind ab 2020 vorgesehen.

"Die CDU-Fraktion ist von der Notwendigkeit überzeugt“, sagte CDU-Stadträtin Gisela Käfer. Die Jugendberufsagentur biete jungen Menschen eine Chance. "Kein Jugendlicher darf verloren gehen“, griff Rainer Hinderer das Motto auf. Der Arbeitsmarkt benötige jeden jungen Menschen“, betonte der Vorsitzende der SPD-Fraktion. Kurz und bündig machte es die Grünen-Sprecherin Susanne Bay: "Wir stimmen dem Projekt gerne zu.“ Von einem "richtigen Schritt“ sprach FDP-Stadträtin Sylvia Dörr

Skepsis, dass die Jugendberufsagentur etwas bringt, äußerte Malte Höch. Das Projekt hält der FWV-Stadtrat zwar für "sehr ehrenwert“, fragt sich aber auch, warum es überhaupt einer solchen Agentur bedarf, um junge Menschen auf dem Weg ins Berufsleben zu beraten und zu unterstützen.

 

 

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