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Die freie Zeit sinnvoll nutzen

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Etwas Geld auf der hohen Kante haben, sei es für ein eigenes Auto, für den nächsten Urlaub oder für ein neues Outfit – für Schüler und Studenten gibt es viele Gründe, in den Ferien zu arbeiten. Ein Ferienjob ist vor allem jetzt eine gute Alternative für alle, denen eine Auslandsreise noch zu unsicher ist.

Der Großteil der Suchenden findet einen passenden Job über persönliche Kontakte, beispielsweise wenn Familienmitglieder oder Bekannte in einem Unternehmen arbeiten, das Ferienjobs anbietet. Auch diejenigen, die sich ohne ein familiäres Netzwerk auf die Suche machen, haben gute Chancen, fündig zu werden: auf Online-Jobbörsen, direkt auf der Internetseite des Wunschunternehmens oder ganz klassisch bei den Stellenanzeigen in der Tageszeitung.

Initiative ergreifen

Auch während der Pandemie ist es möglich, in den Ferien Geld zu verdienen. Vor allem Unternehmen in der Industrie haben nach wie vor einen hohen Bedarf an Aushilfskräften, um personelle Lücken während der Urlaubszeit zu überbrücken. Die Initiative ergreifen lohnt sich. Einfach anrufen, fragen, Interesse zeigen oder gleich eine Initiativbewerbung schreiben.

Bei der Entscheidung für ein bestimmtes Unternehmen ist bei den Bewerbern oft der Verdienst ausschlaggebend. Dabei lohnt es sich, auch andere Argumente im Blick zu behalten, beispielsweise die zukünftige Berufswahl. Wer sich bei einem Ferienjob bewährt, hat nämlich den ersten Schritt getan, um positiv auf sich aufmerksam zu machen, falls das Unternehmen auch als langfristiger Arbeitgeber infrage kommt. Bei einer späteren Bewerbung für einen Ausbildungsplatz sollte der Ferienjob deshalb auf jeden Fall erwähnt werden.

Praxiserfahrung

Die befristete Beschäftigung ist zudem eine gute Gelegenheit, um in der Praxis zu erkunden, welchen Weg man später einmal einschlagen will. Entspricht die Branche meinen Interessen und Talenten? Passen Arbeitsbedingungen und Firmenphilosophie zu mir? Bieten sich gute Zukunftsperspektiven? Das sind Fragen, die man schon bei zwei bis drei Wochen Arbeitszeit sehr gut beantworten kann. Dabei ist es hilfreich, das Gespräch mit Mitarbeitern und Vorgesetzten zu suchen, Fragen zu stellen und Interesse zu zeigen.

Jugendarbeitsschutz

Im Vergleich zu minderjährigen Interessenten haben Bewerber ab einem Alter von 18 Jahren einen klaren Vorteil: Sie unterliegen nicht mehr dem Jugendarbeitsschutzgesetz, können somit vielfältigere Tätigkeiten ausüben und auch im Schichtdienst eingesetzt werden. Laut Gesetz dürfen Kinder im Alter von 13 oder 14 Jahren mit einer Einwilligung der Eltern höchstens zwei Stunden am Tag einem Gelegenheitsjob nachgehen – die Arbeitszeit muss zwischen 8 und 18 Uhr liegen. Schwere Tätigkeiten wie Arbeiten unter Extrembedingungen (Hitze, Kälte, Lärm oder starker Schmutz), das Bedienen von größeren Maschinen oder das Tragen von schweren Lasten sind nicht erlaubt. Zeitungen und Prospekte austragen oder einfache Gartenarbeiten sind hingegen ideal.

Ab einem Alter von 15 Jahren darf man dann einen richtigen Ferienjob ausüben. Vor Erreichen des 18. Lebensjahres gilt allerdings: nur 20 Tage über das Kalenderjahr verteilt oder vier Wochen am Stück arbeiten und zwar höchstens an fünf Tagen in der Woche und bis zu acht Stunden am Tag. Die Arbeitszeit muss zwischen 6 und 20 Uhr liegen. An Wochenenden dürfen minderjährige Aushilfskräfte nur in bestimmten Branchen – beispielsweise der Gastronomie – eingesetzt werden. Und auch ab 18 gibt es Einschränkungen: Anstellungen, die 50 Tage im Kalenderjahr oder zwei Monate am Stück überschreiten, gelten nicht mehr als Ferienjobs.

Lohnsteuer

Ferienjobber werden in der Regel der Lohnsteuerklasse I zugeordnet. Wer mit seinem monatlichen Verdienst nicht über die jeweilige steuerfreie Lohngrenze kommt, muss keine Abzüge befürchten. Ansonsten gilt: Einkommensteuererklärung abgeben und Geld zurückerhalten.

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