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Hailbronnx - eine fiktive Geschichte

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Der Oberbürgermeister heißt nicht Himmelsbach, sondern Mauler, die Heilbronner Zeitung hat keinen Namen, weil sie ohnehin nichts mit der Stimme gemeinsam hat, aber ansonsten, wie das bei regionalen Krimis üblich ist, gibt es für den Leser von "Neckarhaie" reichlich Anspielungen auf das reale Leben in der Provinzhauptstadt Heilbronn. Der Autor des Buches heißt Henry Doll, stammt aus Bad Wimpfen und ist im Hauptberuf Stimme-Redakteur in der Außenredaktion Künzelsau der Hohenloher Zeitung. Ein Insider also, der genau weiß, worüber er schreibt.
 
Dabei macht er aber unmissverständlich klar: "Es ist alles Fiktion." So auch die dunkle Vergangenheit des Heilbronner Oberbürgermeisters. Anleihen an der Realität nimmt Doll aber bei den künftigen Machenschaften des OB, wenngleich der Hintergrund eher an Neckarwestheim erinnert, wo in den 90er Jahren der Bürgermeister mit Geldern der Gemeinde spekulierte und auf die Nase fiel.
 
Heilbronns OB Norbert Mauler geht dem Betrüger Longimanus auf den Leim, der ihn dazu anstiftet das städtische Stiftungsvermögen gewinnbringend anzulegen. Dass Doll seine Geschichte um einen selbstverliebten Provinzfürsten mit viel Augenzwinkern erzählt, erkennt man schon an den seltsamen Namen. Neben Longimanus und Mauler tauchen Gestalten wie Hauptamtsleiter Oswald Rettich oder die Redakteurin Paula Duttenberger auf. Und als Longimanus nach Heilbronn kommt, heißt es für ihn sofort Hailbronnx. Er, der Haifisch, wird in der schwäbischen Bronx gnadenlos zuschlagen.
 
 
Henry Doll
Neckarhaie
Gmeiner-Verlag, Meßkirch
321 Seiten, 11,90 Euro
 
 

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