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Ein letzter, alter Fall

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Der Tod kommt über Nacht. Als Barbarotti morgens neben seiner geliebten Frau Marianne aufwacht, ist diese an einem zerebralen Aneurysma gestorben. Nicht unerwartet. Die Arterienerweiterung war bereits früher diagnostiziert worden. Doch damit ist schnell klar: Der neuste Roman von Hakan Nesser wird nicht umsonst als Barbarottis persönlichster Fall beschrieben.

Dennoch macht der angeschlagene Inspektor sich daran, den Fall Morinder – und mit ihm einen weiteren Mordfall – wieder aufzurollen. Denn die Lebensgefährtin des Verschwundenen hat schon einmal getötet. Im Jahr 1989 soll Ellen Bjarnebo ihren Ehemann erschlagen und anschließend zerstückelt haben.

 

Ein Drama in fünf Akten

Wie im klassischen Drama unterteilt Nesser seinen Roman in fünf Akte: Während Barbarotti nach neuen Spuren in den beiden alten Fällen sucht – und dabei selbstverständlich auf einige Widersprüche stößt – nähert sich der Leser gleichzeitig in Rückblenden immer mehr dem titelgebenden "Abend des Mordes" aus dem Jahr 1989.

Mit diesem fünften Fall beendet Nesser die Reihe rund um seinen schwedischen Kommissar mit italienischen Wurzeln. Nach Tiefpunkten wie "Das zweite Leben des Herrn Roos" ist das Finale spannend geschrieben und lesenswert. Die Verwirrung des Lesers gelingt Nesser fast wie in alten Tagen, als er noch seinen Kommissar van Veeteren ermitteln ließ. Überflüssig seit der ersten Stunde sind die Zwiegespräche Gunnar Barbarottis mit dem Herrgott. Nach dem Tod von Marianne kommen hingegen noch Trauerbewältigung und die Suche nach dem Lebensinhalt als Witwer hinzu.

 

 

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