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Eine aufwühlende Story

Übersicht

Zweiter Weltkrieg. Berlin, 1941. Mit seinen blonden Haaren und blauen Augen ist Peter das "Prachtexemplar nordischer Rasse". Der Waisenjunge ist in Polen aufgewachsen, spricht aber fast akzentfrei Deutsch. Somit kann er problemlos an eine Nazi-Familie vermittelt werden. Schnell kommt Peter über den Verlust seiner Eltern hinweg und fühlt sich bei den Kaltenbachs wohl.

Der Jugendliche ist stolz, als er in die Hitler-Jugend aufgenommen wird. Doch nicht alle akzeptieren ihn als Deutschen – und sie sollen Recht behalten. Peter ist gefangen zwischen zwei Welten. Er hat Mitleid mit polnischen Gastarbeitern. Und: Zusammen mit der Familie seiner Freundin Anna versorgt er Juden, die sich versteckt halten. Dem blinden Glauben an Hitler und der bedingungslosen Verehrung der Nazis kann Peter nichts Gutes abgewinnen. Andererseits möchte er seine neue Familie nicht enttäuschen. Im Laufe der Zeit gerät er immer mehr in die Zwickmühle. Peter hört unerlaubte Musik und gemeinsam mit Anna und seinem Freund Segur nimmt er an verbotenen Tanzveranstaltungen teil.

 

Spannende Geschichtsstunde

Als dann plötzlich die Gestapo auf Peter, Anna und ihre Familie aufmerksam wird, ist klar: Jemand muss sie verraten haben. Die Jagd auf Leben und Tod beginnt. In "Ausländer" (Baumhaus) erzählt Paul Dowswell das ergreifende Schicksal junger Menschen und Familien, die sich nicht dem Nationalsozialismus hingegeben haben.

Der Roman ist eine gute Mischung aus geschichtlichen Fakten und einer fesselnden Geschichte. Der Autor schafft es, den Leser in die Vergangenheit zu versetzen. Das Buch ist in einer einfachen Sprache geschrieben. Da es aber sehr inhaltsstark ist, strengt das Lesen trotzdem an. Ist also keine geeignete Bettlektüre.

 

 

 

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