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Kinder

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Zwei neue Lehrer sorgen an der Schule der Kinder von Familie Pietsch zunächst für Disziplin und bessere Noten. Doch dann verändern sich die Mädchen und Jungen: In der Oberstufe wird gemobbt, geschwiegen und ausgegrenzt. Als es zu einem Selbstmordversuch und einem tödlichen Unfall kommt, werden die Eltern von Sarah, Michael und Lukas hellhörig. Sollten die Veränderungen mit dem merkwürdigen Lehrerehepaar Moeller zu tun haben? Immerhin gab es auch an ihrer vorherigen Wirkungsstätte mysteriöse Todesfälle.
 
"Kinder" (Piper Verlag, 409 Seiten, 9,99 Euro) von Jürgen Seibold ist ein Psychothriller, der das menschliche Verhalten auf beängstigende Weise fokussiert. In kurzen Kapiteln werden oft nur Schlaglichter auf Entwicklungen geworfen und Charaktere schemenhaft angerissen. Manipulation und unterschwellige Aggressivität bestimmen plötzlich den Alltag der Familie Pietsch, die sich mit dem Rücken zur Wand wiederfindet. Die Eltern beginnen zu ermitteln, während sich ganz subtil Entsetzen und Misstrauen ausbreiten.
 
 

Tempo und Dramatik

Nicht alle Beteiligten werden so detailliert dargestellt, wie es für den Plot wünschenswert wäre, manche Handlungsstränge verlaufen im Sande – was an vielen Stellen unbefriedigend ist, aber auch die Fantasie des Lesers anregt. Die Sekte im Hintergrund wird nur gestreift, was das Grauen ihr gegenüber allerdings verstärkt. Der Roman bietet Spannung und Tempo bis zum Schluss, der dramatisch und unvorhersehbar ist. Die Lektüre schärft zudem dank realistischer Erzählweise den Blick für ungewöhnliche Vorgänge im eigenen Alltag.
 
 

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