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Verachtung

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Eine Prostituierte verschwindet spurlos. Die Suche nach ihr bleibt erfolglos, die Polizei geht von Selbstmord aus. Es ist das Jahr 1987. 23 Jahre später landet die Akte auf dem Schreibtisch von Carl Mørck, Ermittler des Sonderdezernats Q für ungelöste Fälle. Schon bald stoßen er und sein Team auf Ungereimtheiten – und weitere vermisste Personen. Sie alle hatten eine gemeinsame Bekannte: Nete Hermansen. Mørck geht der Spur nach.
 
Sie führt ihn auf die Insel Sprogø, ein düsteres Kapitel in der Geschichte Dänemarks. Hierhin wurden geächtete Frauen abgeschoben, misshandelt, zwangssterilisiert – bis in die 60er Jahre hinein. Längst sind die Anstalten geschlossen, doch die Strippenzieher von damals treiben noch heute ihr Unwesen. Und machen bald Jagd auf Mørck.#
 
 

Bewegendes Schicksal

Beklemmend und fesselnd: "Verachtung" ist ein typischer Jussi Adler-Olsen. Es ist aber nicht der Kriminalfall, der hier an den Nerven zerrt. Über den wird der Leser schnell aufgeklärt. Nein, es ist das Schicksal einer jungen Frau, das man mit Schaudern verfolgt und woraus sich ein niederträchtiges Gefühl entwickelt: Verständnis fürs Töten. Umso mehr, da der dänische Autor seine Ideen gerne der Zeitung und damit der Realität entnimmt. Auch in "Verachtung".
 
Der Fall wird – mit überraschendem Ende – aufgeklärt. Das Rätsel um Mørcks Team, die schizophrene Sekretärin und den syrischen Assistentin Assad, bleibt dagegen weiter ungelöst. Aber auch Mørcks Vergangenheit lässt Raum für Spekulationen. Was ist bei dem missglückten Einsatz wirklich passiert, als ein Polizist gestorben, ein anderer schwer verletzt wurde? Und jetzt scheint es, als liegen im Keller des Ermittlers noch weitere Leichen
 
Jussi-Einsteiger könnten die vielen Erzählstränge womöglich überfordern. Da hilft nur eines: die ersten drei Bände nachholen. Dann klappt es auch mit "Verachtung" und seinem Nachfolger, der hoffentlich nicht lange auf sich warten lässt.
 
 
     

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