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Queening & spleening

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Ja ja, die Briten. Was ist nicht schon alles über sie geredet, geschrieben und gelacht worden. Über ihren Humor, die Vorliebe für Tee und ihren Kleidungsstil. Eigentlich genug möchte man meinen. Für Nina Puri ist das kein Grund, nicht doch auch noch in die Abgründe der britischen Seele und Lebensgewohnheiten zu blicken. In "Queening & spleening" holt die gebürtige Engländerin kapitelweise zum Rundumschlag über das Insel-Völkchen aus – natürlich mit jeder Menge Selbstironie.
 
Mode, Sport (ja klar, die englische Elfmeterkunst bleibt nicht unerwähnt), die berühmte Höflichkeit und selbst das Liebesleben, Puri nimmt jeden Bereich unter die Lupe und auf die Schippe und spickt das Ganze mit einigen interessanten Informationen. Wir lernen, dass nicht alle Briten Engländer sind, den Pub-Verhaltenskodex und warum U-Bahn-Fahren in London wie Lottospielen ist. Dabei füttert sie wie selbstverständlich jedes nur denkbare Klischee, wie das über das unsägliche Essen, die Kreisverkehre und Wasserhähne. Allerdings: Wer schon einmal in England war, weiß, dass so manches Klischee nicht von ungefähr kommt.
 
 

Lesespaß garantiert

Auch eine kleine Wortkunde oder Aussprachehilfe fehlt in keinem Kapitel, wobei Puri, die mittlerweile in Hamburg lebt, es damit manchmal übertreibt. Noch nicht einmal der leidenschaftlichste Fußballfan braucht 20 unterschiedliche englische Ausdrücke für "Idiot". Themen wie Politik oder die britische Finanzwelt werden dagegen stiefmütterlich behandelt.

So ist "Queening & spleening" zwar ein unterhaltsames, aber auch recht belangloses Buch. Wer jedoch ein Faible für die Briten hat oder demnächst England bereisen will, wird Spaß daran haben und an ihm das schätzen, was die Engländer generell auszeichnet: die Fähigkeit, sich über sich selbst lustig zu machen und dabei gleichzeitig mit den eigenen Marotten zu kokettieren.
 
 
         

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