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Ein Beruf wie jeder andere

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Diesmal ist sie Biologin und auf der Jagd nach einem Forschungszuschuss, privat bezahlt von Daniel Metcalf. Der Millionär unterstützt ungewöhnliche wissenschaftliche Arbeiten, weshalb Della ihm erklärt, sie wolle den tasmanischen Tiger finden. Eine Spezies, von der jedes australische Kind weiß, dass sie ausgestorben ist.
 
Aber Della hat sich gut vorbereitet, schließlich verdient sie ihren Lebensunterhalt, indem sie reiche Menschen in großem Stil betrügt. Nie hinterlässt sie Spuren, kein Detail ist zufällig, alles ist perfekt organisiert – vom falschen Büro bis zur Ausrüstung. Ihr Handwerk hat Della von ihrem Vater gelernt, der das Familienimperium leitet.
 

Alles andere als profan

Die Geschichte dieser ungewöhnlichen Sippe erzählt Toni Jordan in "Die schönsten Dinge". Der Plot ist ebenso skurril wie unterhaltsam. Jordan plaudert völlig unprätentiös und vorurteilsfrei drauf los, die Entscheidung von Gut und Böse müssen andere treffen. Dellas Beruf ist so gut wie jeder andere, das Haus mit den doppelten Wänden ein echtes Zuhause. Wenn dessen Bewohner die Schrecken ihres Daseins verdrängen, warum sollte der Leser das nicht auch tun?
 
Während Della mit Daniel auf Campingtour in die Wildnis geht, um als Wissenschaftlerin zu brillieren, stellt sich jedoch die Frage, wer eigentlich was zu vergeben hat. Hinzu kommen unprofessionelle Emotionen, die den ersehnten Scheck in weite Ferne rücken lassen. Doch die Geschichte ist alles andere als profan, denn nicht nur das Geschäft droht zu platzen, auch der gesamte Clan bricht auseinander – und damit Dellas verlässliche Welt.
 
Bis zum Schluss bleibt alles undurchsichtig, doch die kriminelle Energie der pfiffigen Gaunerkomödie behält auch im größten Chaos ihren Charme. Der Roman ist ausgesprochen kurzweilig und bietet mit zahlreichen Kehrtwendungen einige Überraschungen.

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