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Zwischen Krankheit und Feminismus

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Normal sein – mehr will sie gar nicht. Einfach nur normal sein. Das ist der einzige Wunsch, den Evelyn hat, die unter einer Zwangsneurose leidet. Auf dem College, nach beinahe vollständig abgeschlossener Therapie, scheint ihr Traum zum Greifen nah. Jetzt nur noch Freundinnen finden, die zu ihr stehen, und einen Jungen, der sie liebt.

Zwei wichtige Themen

Ziel Nummer eins ist schnell erfüllt: Die beiden Mädchen Lottie und Amber schließen sie sofort ins Herz und das Trio gründet gemeinsam den "Spinster- Girls-Club". Hier können sie ihre feministischen Seiten voll und ganz ausleben. Mit Ziel Nummer zwei sieht es da allerdings eher schlechter aus. Schließlich drehen bei Beziehungen im Jugendalter schon gesunde Mädchen vollkommen ab, wie Lottie und Amber nur allzu gerne unter Beweis stellen. Wie sieht es dann erst bei der bereits zwangsgestörten Evie aus …

Der Roman "Spinster Girls – Was ist schon normal?" (dtv) von Holly Bourne eröffnet ganz neue Einblicke in die Denkweise eines unter Zwangsstörungen leidenden Menschen und in dessen Versuche, sich in die als normal dargestellte Gesellschaft einzugliedern. Was dabei aber als normal angesehen wird, ist Definitionssache, wie die Debatten im Spinster-Club beweisen. Dementsprechend verknüpft der Roman zwei große Themen – psychische Krankheiten und Feminismus – auf leicht zu lesende und witzige Art und Weise. Ein gelungener Auftakt der Trilogie, die für jedes Mädchen nur zu empfehlen ist.

 

 

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