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Lebendige Geschichte

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Der 14-jährige Knud Petersen lebt ein unbeschwertes Leben im dänischen Odense. Bis am 9. April 1940 die Deutschen in Dänemark einfallen und das Land kampflos besetzen. Während sich die Regierung stumm verhält und sich auch nach mehreren Wochen kein Widerstand regt, schämt sich Knud für seine Landsleute und beschließt, sein Land so heroisch "wie die Engländer und Norweger“ zu verteidigen. So gründet er nach dem Umzug seiner Familie nach Aalborg, einer größeren Stadt, den Churchill-Club.

Zusammen mit sieben gleichaltrigen Freunden und etlichen Unterstützern aus der Stadt klauen sie auf ihren Fahrrädern Waffen, durchtrennen Stromleitungen und setzen Quartiere der Nazis in Brand. Doch während ihre Aktionen immer waghalsiger und gefährlicher werden, entfachen sie den Funken des Widerstandes in ganz Dänemark.

Für Geschichtsinteressierte

In "Sabotage nach Schulschluss“ (dtv) von Philipp Hoose bekommt man eine gute Vorstellung vom Leben in Besatzungszeiten. Meistens leitet der Autor die Schilderung der Ereignisse ein und lässt dann den Augenzeugen Knud Petersen zu Wort kommen. Mehr als 25 Stunden haben die beiden Männer sich unterhalten. So erfährt der Leser neben den ausgiebig erklärten Sabotageakten auch von Knuds Leben außerhalb des Churchill-Clubs – zum Beispiel von seiner ersten Liebe. Besonders die vielen historischen Fotos und die leicht verständliche Erzählweise lassen schnell die Frage aufkommen: "Hätte ich mich das auch getraut?“ Das Buch ist ein Muss für jeden Geschichtsinteressierten.

 

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