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Kampf um Gerechtigkeit

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Wer rotes Blut hat, ist rein. Goldenes Blut bedeutet den Tod. Als das Blut, das aus Dekas Adern fließt, goldfarben ist, bricht für sie eine Welt zusammen. Ihr Blut kennzeichnet sie jetzt als Dämon, als Alaki. Sie ist nun eine Außenseiterin und kann sich nur gerade so vor ihren mordlustigen Dorfbewohnern retten. Jetzt wird sie in der Armee des Kaisers als Kämpferin ausgebildet und lernt dabei, die Gebote infrage zu stellen, die sie als Frau ein Leben lang unterdrückt haben. „Die Göttinnen von Otera (Band 1) – Golden wie Blut“ (Loewe) wird mit Deka von einer starken weiblichen Hauptfigur dominiert. Sie kämpft für das, was ihr wichtig ist, und hinterfragt alles.

Sympathisch

Auch wenn sie manchmal egoistische Züge an den Tag legt und gerne etwas überdramatisiert, ist sie mir doch sympathisch. Das Setting der epischen Fantasy-Trilogie von der Autorin Namina Forna hat etwas afrikanisches und hat mich gleich in den Bann gezogen. Alles scheint in einer wunderschönen und magischen, aber gleichzeitig grausamen Welt zu spielen. Frauen werden in Otera, dem Heimatland von Deka, stark unterdrückt. Sie haben kaum Rechte und sind dem Mann unterstellt. Aus dem Haus dürfen sie nur mit Maske und männlicher Begleitung.

Einfache Lösungen

Deka kämpft gegen dieses Kastendenken an und setzt sich nicht nur für mehr Rechte für Frauen, sondern auch gegen Rassismus und Vorurteile ein. Die Probleme während ihrer Ausbildung als Kriegerin werden meiner Meinung nach allerdings immer etwas zu einfach gelöst. Kaum taucht ein Problem auf, wird gleich eine Lösung gefunden und bekommt dadurch nicht die richtige Gewichtung. Das finde ich sehr schade, da die Autorin so viele Möglichkeiten, um Spannung aufzubauen, verspielt. Das Ende bringt eine unerwartete Wendung und plötzlich wirken auch viele Ereignisse im vorherigen Geschehen ganz anders. Ich habe mit einem ganz anderen Ende gerechnet und bin dahingehend positiv überrascht worden.

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