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Keine leichte Kost

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Eine Geschichte, die in einem Krankenhaus beginnt: Schon beim Lesen der ersten Seiten von „Levi“ (Matabooks) von Gabriel P. Henry wird klar, dass das Buch nicht nur Freude bringen wird. Die beiden Protagonisten Ryan und Levi sind durch und durch verschieden und verbringen anfangs nur gezwungenermaßen Zeit miteinander, weil sie sich ein Stationszimmer teilen: Ryan, 15 Jahre, wird wegen einer Sportverletzung behandelt, und kann nur schwer akzeptieren, dass er seinen Traum vom Profisport aufgeben muss. Levi , elf Jahre, leidet angeblich unter Asthma.

Erst am Ende erfährt der Leser den wahren Grund für seinen Krankenhausaufenthalt. Levis neugierige Fragen nerven Ryan zunächst, und auch, dass Levi ihn weiter bei ihm zu Hause besucht, nachdem die beiden Jungen entlassen worden sind. Dennoch entwickelt sich zwischen ihnen eine Freundschaft, in der sie füreinander das sind, was der andere gerade braucht. Levis bedrohte Gesundheit rückt allerdings immer weiter in den Vordergrund und gibt dem Leser eine ungute Vorahnung.

Manche Szenen werden nicht so eingehend beschrieben, wie sie es verdient hätten. Ich hätte auch gern mehr über Levi erfahren. Doch die Hintergründe zu seiner Krankheit werden auf den letzten Seiten nur angerissen. Die Unterhaltungen der beiden Jungs wirken oft gestelzt und altklug für einen Elf- und 15-Jährigen. Auch, wenn das Buch keine leichte Kost ist, liest es sich schnell. Seite um Seite habe ich Levi und Ryan immer mehr in mein Herz geschlossen. „Levi“ ist ein besonderes Buch, das schwierige Themen behandelt, sich aber nicht unlesbar macht. Stattdessen ziehen einen Levis Liebenswürdigkeit und Ryans in einen Bann.

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