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Autorinnen, die du gelesen haben solltest

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Der 8. März steht im Zeichen des internationalen Weltfrauentags. Doch noch immer sind Frauen auf der ganzen Welt wegen ihres Geschlechts Unterdrückung und Vorurteilen ausgeliefert. Drei Autorinnen haben sich deshalb den Themen Feminismus, Empowerment und Diskriminierung gewidmet. Wir stellen drei starke Bücher von drei starken Frauen vor.

„Alte weiße Männer – ein Schlichtungsversuch“

von Sophie Passmann (KiWi-Taschenbuch)

Nicht umsonst lautet die Unterzeile des Buchs von Sophie Passmann  „Ein Schlichtungsversuch“: In „Alte weiße Männer“ setzt die Autorin und Journalistin auf konstruktiven Dialog statt auf stumpfen Schlagabtausch. Passmann lässt 16 Männer aus den unterschiedlichsten Branchen zu Wort kommen. Mit dabei sind zum Beispiel der Journalist Micky Beisenherz, Juso-Chef Kevin Kühnert und sogar Passmanns Vater.  Auch, wenn nicht alle ihrer Interviewpartner derselben Meinung mit ihr sind, bleibt Sophie Passmann offen für Diskussionen und zeigt, wie ein konstruktiver Meinungsaustausch gelingen kann. Mit viel Humor und Persönlichkeit rückt die Journalistin und Autorin den Feminismus in ein neues Licht. Sie zeigt aber auch auf, dass unsere Gesellschaft immer noch weit am Anfang der Gleichberechtigung steht. Mit Frauen wie Sophie Passman können wir uns aber sicher sein, dass es vorangeht.

„Mehr Feminismus!“

von Chimamanda Ngozi Adichie (Fischer-Taschenbuch)

Chimamanda Ngozi Adichie räumt nicht nur mit Vorurteilen gegenüber Frauen auf, sondern auch mit denen gegen Feminismus. So macht Adichie deutlich, dass oft nicht Männer ein Urheber dieser Vorurteile sind, sondern die altmodische, geschlechtsspezifische Erziehung. „Mehr Feminismus!“ ist in fünf kleine Teile unterteilt: Zunächst das Manifest, in dem die Autorin auf ihre eigenen Erfahrungen als Frau eingeht. Die anderen vier Kapitel erzählen fiktive und wahre Geschichten, in denen sich die Unterdrückung der Frauen in Afrika widerspiegelt. Die beispielhaften Leidensgeschichten wecken unterschiedliche Emotionen und bedienen nicht mehr nur die sachliche Ebene: Das reicht von Mitgefühl über Betroffenheit bis hin zu Wut.

„Kim Jiyoung, geboren 1982“

von Cho Nam-joo (Kiepenheuer&Witsch)

Der 2016 erstmals in Korea veröffentliche Roman von Cho Nam-joo kam in Deutschland erst vor kurzem auf den Markt. International ist „Kim Jiyoung, geboren 1982“ längst ein Bestseller. Darin geht es um eine südkoreanische Frau, deren Leben von Männern bestimmt wird. Von dieser Protagonistin wird ständig erwartet, ihre Rolle in der Gesellschaft zu erfüllen. Aufgrund ihres plötzlich auftretenden seltsamen Wahnverhaltens schickt ihr Ehemann sie zu einem Psychiater – der als fiktive Erzähler des Buches, nüchtern die Erlebnisse seiner Patientin wiedergibt. Die teilweise mitschwingende Trostlosigkeit dieses Lebens bedrückt und berührt zugleich. Dadurch wird deutlich, wie mutmaßliche Kleinigkeiten im Alltag die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts aufrechterhalten.

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