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Ankömmlinge im Ascheregen

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Island ist Sehnsuchtsort, ein immer beliebteres Reiseziel und bekannt für seine spektakuläre Landschaft: Gletscher, Vulkane, Geysire, Wasserfälle, Lagunen und heiße Quellen. Weniger bekannt ist das Land im äußersten Nordwesten Europas bislang aber noch als Drehort für Produktionen der großen Streaminganbieter. Mit „Katla“ startet nun die erste isländische Netflix-Serie, die den Zuschauer mitnimmt auf eine rätselhafte Reise in ein düsteres Szenario.

Das Leben in der Kleinstadt Vik ist geprägt vom subglazialen Vulkan Katla, dessen Hauptkrater unter einem Gletscher liegt und der seit einem Jahr immer wieder ausbricht – mit weitreichenden Folgen. Luft und Boden sind durch den ständigen Ascheregen verseucht, die Menschen werden krank und die meisten Bewohner haben das Städtchen schon längst in Richtung der Hauptstadt Reykjaví­k verlassen.

Zurückgeblieben sind wenige Einheimische, die unter anderem eine meteorologische Messstation weiter betreiben. Auch die junge Grima (Guorún Eyfjör) ist noch vor Ort und auf der Suche nach ihrer Schwester Ása, die am Tag des ersten Vulkanausbruchs spurlos verschwunden ist. Ein Jahr später häufen sich die mysteriösen Ereignisse: Die Wissenschaftler machen seltsame Aktivitäten im Vulkangestein aus, dann erhalten die Bewohner der Kleinstadt unerwarteten Besuch.

Geheimnisse

Ascheverschmiert, nackt und mit Erinnerungslücken tauchen immer wieder Menschen aus den Untiefen des schmelzenden Gletschers auf und entpuppen sich entweder als jüngere Doppelgänger der Stadtbewohner oder als einst verschollene oder verstorbene Personen. Woher kommen sie? Und sind die Neuankömmlinge gefährlich? Die Bewohner rätseln, und schnell macht sich Unbehagen breit, denn durch die rätselhaften Gestalten werden alte Wunden aufgerissen und Geheimnisse und Ängste ans Tageslicht befördert. 

Die achtteilige Serie von Baltasar Kormákur, der sich auch schon als Regisseur von Hollywood-Produktionen wie „2 Guns“ mit Denzel Washington oder „Everest“ einen Namen gemacht hat, verknüpft einen spannenden Plot und zahlreiche Wendungen mit düsterer isländischer Mystik und nimmt immer wieder Bezug auf die Sagenwelt.

Das erinnert in manchen Szenen an den deutschen Serien-Hit „Dark“, geht aber immer wieder eigene Wege. Besonders funktioniert „Katla“ wegen der atemberaubenden Naturaufnahmen. Der Vulkan Katla agiert als ständig rauchende Drohkulisse am Horizont, die Schroffheit, die verblüffenden Farben und das durch den Ascheregen apokalyptisch wirkende Ödland sind Sinnbild der unbändigen Gewalt und Zerstörungskraft der Natur.

,,Katla'' hat acht Folgen, jeweils circa 45 Minuten.

FSK: 16, abrufbar bei Netflix.

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