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THINGS HEARD AND SEEN

Die Entdeckung der Grausamkeit

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Es ist ein klassisches und oft verwendetes Motiv in Horror- und Gruselfilmen: Eine Familie zieht in ein neues Haus, wagt einen Neuanfang, weit weg von der Heimat, und lässt das alte Leben hinter sich. Doch das frisch erworbene Heim entpuppt sich keineswegs als ein geborgenes Zuhause. Mit dieser Grundprämisse spielt auch der Film „Things Heard and Seen“, der ab heute beim Streamingdienst Netflix abrufbar ist.

Alles könnte so schön sein. Catherine Clare (Amanda Seyfried) ist frisch verheiratet und zieht Anfang der 1980er mit ihrem Mann George (James Norton) und ihrer kleinen Tochter Franny aus dem pulsierenden Leben in Manhattan in einen kleinen Ort im Hudson Valley im Bundesstaat New York. Ein altes Landhaus möchte das junge Paar renovieren. George hat eine Dozentenstelle als Geschichtsprofessor an einem kleinen College gefunden, Catherine hat ihre Stelle als Kunstrestauratorin für den Job ihres Ehemanns auf Eis gelegt. Doch die Vorfreude auf das neue Eigenheim währt nicht lange. Catherine fühlt sich in der sehr provinziellen Ortschaft zunehmend einsam und isoliert, und auch das neue Zuhause bereitet ihr Unbehagen. Eine gefährliche Finsternis legt sich über das Leben der kleinen Familie. Dabei kommt nicht nur die dunkle Geschichte des Hauses ans Licht, sondern auch in der Ehe der beiden gibt es dunkle Geheimnisse.

Übernatürlich

Angekündigt als Horrorfilm, ist „Things Heard and Seen“ eher ein Mystery-Thriller, ein Drama mit Kammerspiel-Elementen. Beruhend auf dem Roman „All Things Cease to Appear“ der US-amerikanischen Autorin Elizabeth Brundage, lässt sich der Streifen Zeit, seine Figuren zu entwickeln. Die übernatürlichen und spirituellen Elemente des Films bringen allerdings wenig Neues. Das Regie-Duo Shari Springer Berman und Robert Pulcini verlässt sich leider fast ausschließlich auf die typischen Bausteine: schattenhafte Figuren, die im Bildhintergrund auftauchen und im nächsten Moment wieder verschwunden sind, Gegenstände, die sich wie von Geisterhand bewegen, oder die oft benutzte Séance, die einer vermeintlich übersinnlichen Präsenz im Haus auf den Grund gehen soll. Trotz eines guten Casts – in Nebenrollen spielen unter anderem „Stranger Things“-Star Natalia Dyer und Oscar-Preistäger F. Murray Abraham –, verliert der Film durch die Spuk-Stereotype immens an Wucht. Gut gelingt hingegen das Porträt einer zerbröckelnden Ehe, die feine Ausarbeitung von Macht und Rollenverteilungen in einer Beziehung. Was am Ende bleibt? Solide Genre-Kost, die Fans von Mystery-Thrillern zwar nicht überraschen wird, die trotz einiger Schwächen aber zu empfehlen ist.

,,Things Heard and Seen'' kann ab heute bei Netflix gestreamt werden. Der Film ist 119 Minuten lang.


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