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Die Schönheit der Andersartigkeit

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Seit Jahren gibt es einen wahren Boom an Comicverfilmungen, und der Trend scheint bis heute nicht abreißen zu wollen. Besonders Adaptionen von Vorlagen der beiden größten amerikanischen Verlage DC Comics und Marvel Comics haben Hochkonjunktur. Das liegt zum einen daran, dass diese Art von Verfilmungen schon auf einige Fans zählen können, die neugierig auf die Umsetzung sind. Zum anderen handelt es sich oft um bekannte Franchises, für die weniger fürs Marketing ausgegeben werden muss als bei unbekannten Stoffen.

Nun hat sich Netflix den nächsten Comic aus dem Hause DC vorgeknöpft. Heute erscheint mit „Sweet Tooth“ ein im Mainstream jedoch noch nicht so populärer Ableger. Im Mittelpunkt der achtteiligen Serie steht der zehnjährige Gus (Christian Convery), ein Hybrid aus Mensch und Hirsch, der mit seinem Vater (Will Forte) in einer abgeschiedenen Hütte im Wald lebt. Die beiden haben sich aus der Zivilisation zurückgezogen, weil dort ein tödliches Virus grassiert, das die Welt ins Chaos gestürzt hat.

Gleichzeitig mit der Seuche tauchen zahlreiche Hybride auf – halb Mensch, halb Tier. Viele sehen einen Zusammenhang zwischen den beiden Phänomenen und machen die Hybride für das Virus verantwortlich. Doch auch der friedvolle Rückzugsort der beiden Aussiedler ist nicht von Dauer, denn schon bald sieht sich Gus gezwungen, seinen kleinen Kosmos zu verlassen, gemeinsam mit dem ruppigen Ex-Footballer Jepperd (Nonso Anozie) seine verschollene Mutter zu suchen und sich auf eine spannende Reise zu begeben.

Ungleiche Allianz

Eine Geschichte basierend auf einer Pandemie? Da könnte so manch einer schlucken. Und zwangsläufig zieht man als Zuschauer Parallelen zur aktuellen Corona-Situation, beispielsweise, wenn Menschen Masken tragen oder schwere Geschütze auffahren, um sich vor einer Ansteckung durch ihre Mitmenschen zu schützen. Und doch bietet „Sweet Tooth“ mehr als nur von der Seuche getriebene Paranoia und Hysterie. Vor allem ist die Serie, die unter anderem von Hollywood-Star Robert Downey Jr. produziert wurde, eine Abenteuergeschichte vermischt mit dystopischen Bildern eines post-apokalyptischen Amerikas.

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Christian Convery überzeugt als kleiner Junge, der schlagartig in der beinharten Realität erwachsen werden muss, kindlich unbedarft eine völlig neue Welt entdeckt und mit dem grobschlächtigen Jepperd eine herzerwärmend ungleiche Allianz bildet. Die Figuren sind – jede für sich – auf der Suche nach einem Platz in dieser schönen und gleichzeitig erschreckend ungemütlichen Welt. Darüber hinaus ist die Serie ein Plädoyer für die Schönheit und Akzeptanz von Andersartigkeit. Das Ganze wird atemberaubend in Szene gesetzt: Eindrucksvolle Naturaufnahmen – die Serie wurde in Neuseeland gedreht – erinnern an Szenen aus Peter Jacksons „Herr der Ringe“-Trilogie.  

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