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Von toten Riesen und bösen Staubsaugern

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 Anfang 2019 landete Netflix mit der ersten Staffel von „Love, Death & Robots“ einen Überraschungshit. Die achtzehnteilige Animationsfilm-Anthologie, die unter anderem von Star-Regisseur David Fincher produziert wurde, gewann insgesamt fünf Emmys. Nun legt der Streamingdienst nach und veröffentlicht acht weitere Episoden. Und auch mit den neuen Kurzfilmen, die je zwischen sieben und 18 Minuten dauern, gelingt den Machern ein toller Mix aus optisch eindrucksvollen Fantasy-, Horror- und Science-Fiction-Geschichten, die manchmal an die dystopische Welt von „Blade Runner“, mal an die Gedankenwelten von Autor H.P. Lovecraft erinnern. Wie in Staffel eins stehen die Folgen unabhängig voneinander und sind alle in völlig verschiedenen Animations-Stilen produziert. 

Morbide Schönheit

In „Der ertrunkene Riese“ wird ein toter Gigant an den Strand eines kleinen Küstenstädtchens gespült und sorgt bei den Bewohnern für Aufsehen. Nach anfänglichem Staunen und Respekt gegenüber der imposanten Erscheinung wird die gigantische Leiche bald von den neugierigen Menschen belagert. Ein Wissenschaftler nimmt das kuriose Ereignis zum Anlass, um über den voranschreitenden Verwesungsprozess und den rücksichtslosen Umgang der Leute zu philosophieren. In Momenten morbider Schönheit teilt er Seitenhiebe gegen Sensationsgier und die ausbeuterische Natur der Menschheit aus. Die Episode eignet sich zum mehrmaligen Anschauen. Mit einem völlig außer Kontrolle geratenen Staubsaugerroboter bekommt es eine ältere Frau in der Episode „Automatisierter Kundenservice“ zu tun, in „Bescherung“ erleben zwei Kinder an Heiligabend eine besondere Überraschung. Denn das, was da durch den Schornstein nach unten kommt, ist garantiert nicht der Weihnachtsmann.

Sinnkrise

Highlight der Staffel ist die Folge „Jäger und Gejagte“, die in einer Zukunft spielt, in der die Menschheit durch ein injiziertes Serum unsterblich geworden ist. Kinder kriegen ist überflüssig geworden und wird von der Justiz mit kompromissloser Härte verfolgt. Zum Beispiel durch Detective Briggs, der die „Gesetzesbrecher“ ausfindig machen muss. Nach einer Begegnung mit einer jungen Frau und ihrer Tochter kommen ihm aber Zweifel, die ihn in eine Sinnkrise stürzen. 
Auch wenn einige der Episoden qualitativ abfallen, ist die zweite Staffel ein spannendes Gesamtwerk, das Themen wie ewiges Leben und die Grenzen von künstlicher Intelligenz behandelt. Ein Manko ist dann noch die geringe Anzahl an Episoden. Doch da hat Netflix bereits vorgesorgt: Eine dritte Staffel hat schon grünes Licht erhalten.

Love, Death & Robots hat acht Folgen, mit jeweils zwischen sieben und 18 Minuten.
FSK: 18, abrufbar auf Netflix.

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