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Wer benutzt hier eigentlich wen?

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Schon der Vorspann macht deutlich, wo die Reise hingehen wird. „Die Geschichte ist überwiegend wahr, basierend auf einer Lüge“ wird vor Beginn der Komödie „Good on Paper“, die jetzt beim Streamingdienst Netflix angelaufen ist, eingeblendet. Und genau genommen ist es nicht nur eine Lüge, die im Laufe des Films ans Tageslicht kommt. Doch der Reihe nach.

Für Andrea Singer (Iliza Shlesinger) steht ihre Karriere immer an erster Stelle. Den Auftritten als halbwegs erfolgreiche Stand-Up-Komikerin hat sie alles untergeordnet – auch ihr Sozialleben. Zwar hat die hübsche junge Frau aus Los Angeles einige Verehrer und Dates – doch bleiben die Beziehungen meist nur oberflächlich und enden in bedeutungslosen One-Night-Stands. Das zweite Standbein, ihre Schauspielkarriere, will auch nicht so Recht ins Rollen kommen. Meist scheitert Andrea schon im Casting, oder sie wird von Mitbewerberinnen ausgestochen. Am Flughafen lernt sie dann den etwas schrägen aber charmanten Dennis (Ryan Hansen) kennen.

Der verliebt sich Hals über Kopf in die Comedian. Doch Andrea sieht ihn erst einmal nur als guten Freund, genießt seine Gesellschaft, lässt ihn aber zappeln. Mit der Zeit nimmt Dennis einen immer wichtigeren Teil in ihrem Leben ein, und sie werden ein Paar. Ganz zum Unverständnis von Andreas bester Freundin Margot (Margaret Cho), die überzeugt ist, dass Dennis nicht wirklich der Mann ist, der er vorzugeben scheint. Arbeitet er wirklich als Hedgefonds-Manager? Hat er wirklich an der Elite-Uni Yale studiert? Bald kommen auch Andrea Zweifel und sie beginnt, Nachforschungen anzustellen.

Wendungen

Auch wenn der Plot eine typische romantische Hollywood-Komödie vermuten lässt, findet der Film schnell eigene Wege. Das Regiedebüt von Kimmy Gatewood spielt nämlich nur am Rande mit den üblichen Beziehungsklischees, ist vielmehr ein Seitenhieb gegen die immer schöne Welt der Generation Instagram und die Oberflächlichkeit der Selbstoptimierungsgesellschaft. Iliza Shlesinger ist auch im realen Leben eine in den USA erfolgreiche Komikerin, spielt sich also quasi selbst.

Im Zusammenspiel mit ihrem männlichen Gegenpart entwickeln sich nicht nur herrlich humorvolle Schlagabtäusche, sondern bald eine wahrlich toxische Beziehung. Als Zuschauer findet man immer wieder eine andere Antwort auf die Frage: Wer benutzt hier eigentlich wen? Zwischen scheinrealen Stand-Up-Auftritten der Protagonistin und scheinfiktionaler Handlung wird der Zuschauer mit zahlreichen Wendungen immer wieder aufs Glatteis geführt. Das Ende ist dann zwar ein wenig klamaukig geraten, trotzdem lohnt sich „Good on Paper“ für einen unterhaltsamen Filmabend auf der Couch. 

,,Good on Paper'' hat eine Spielzeit von 92 Minuten, ist ab 16 Jahren freigegeben und auf Netflix abrufbar.

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