Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Wie von einer anderen Band

zurück zur Übersicht
Twenty One Pilots sind zurück – aber anders als vorher. Was nicht nur damit zu tun hat, dass sich viel im Privatleben von Sänger Tyler Joseph und Josh Dun verändert hat. Sondern dass das neue Album „Scaled and Icy“ unter den Einflüssen der Corona-Pandemie produziert wurde, ist ebenfalls nicht zu überhören. Schon der Titel ist eine Anspielung – die Kurzform von Scaled Back und Isolated bedeutet so viel wie zurückgeschraubt und isoliert. Was nicht gleich heißt, dass die elf Albumtracks diesem Motto auch folgen. Im Gegenteil. Schon die vorab veröffentlichte Single „Shy Away“ vermittelt, genau wie „Saturday“, musikalische Aufbruchstimmung und gute Laune. Und auch textlich zeigen sich die Jungs aus Ohio optimistischer.
 
Im Vergleich zu den Vorgänger-Alben unterscheidet sich „Scaled and Icy“ nach meinem Geschmack aber zu stark von dem, was ich von Twenty One Pilots kenne und weshalb ich zum Fan wurde. Zwar setzt das Duo wieder auf einen bunten Genremix aus Pop, Rock, Alternative und Indie Rock, und doch wirkt „Scaled and Icy“ wie von einer anderen Band. Um das klarzustellen: Mit dem neuen Album haben Tyler und Josh sehr vieles richtig gemacht, zum Beispiel mit „Choker“ und „Shy Away“. Die anderen Songs wie „Formidable“ haben mich allerdings nicht überzeugt.
 
Für mich steht deshalb fest: „Scaled and Icy“ kommt meiner Meinung nach nicht an den Erfolg heran, den ich von meinen Lieblingssingles wie „Heathens“ (2016) und „Stressed Out“ (2015) kenne – oder generell an das Album „Blurryface“ (2015), mit dem Twenty One Pilots auch in Deutschland das Herz ihrer Fans gewannen. 

 

Galerien

Regionale Events