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Folk beim Viel & Draußen-Festival

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Es klingt ein wenig wie die kitschige Geschichte eines romantischen, in der Traumfabrik Hollywood erdachten Films: Ein junger Mann aus Wales reist als Straßenmusiker quer durch Europa, spielt in kleinen Bars und Cafés, lernt im sonnigen Portugal eine Frau kennen und zieht der Liebe wegen in ein anderes Land.

Musiker Pete Jones ist jedoch genau das wirklich passiert. Der 26-Jährige lebt inzwischen mit seiner Freundin, die aus Öhringen kommt, in Neckarsulm und arbeitet als Englischlehrer.

Die Musik begleitet den jungen Waliser auch in Deutschland: zunächst als Solokünstler, inzwischen mit Moritz Radbruch am Bass und Volker Zottnick am Schlagzeug als Pete Jones Trio. Die Band verbindet Singer-Songwriteranleihen mit Blues-, Reggae-, Rock- und Folkelementen. Am Freitagabend steht das Trio beim Viel & Draußen Festival im Innenhof des Wilhelm-Waiblinger-Hauses auf der Bühne.

Riesige Musikszene existiert in Cardiff

Jones wächst in Taff's Well auf, einer kleinen Ortschaft in der Nähe der walisischen Hauptstadt Cardiff. "Es ist eine sehr raue Gegend. Wales ist gekennzeichnet durch überwältigend schöne Natur, aber auch durch große wirtschaftliche Probleme." In Cardiff pulsiert eine riesige Musikszene, Jones beginnt mit 13 Jahren Gitarre zu spielen. 2014, im Alter von 22 Jahren, wagt er sich auf ein Reiseabenteuer durch Europa.

Zuerst verschlägt es ihn nach Südfrankreich. "Ich habe dort in einem Tierpark gearbeitet, hatte meine Gitarre aber nicht dabei. Sehr schnell hat mich aber die Sehnsucht gepackt, und ich musste sie holen", erzählt Jones und lacht.

Seinen zweiten Trip bestreitet er als Straßenmusiker, spielt in Belgien, Holland, Spanien, Frankreich und Portugal, schlägt nachts in Wäldern und Parks sein Zelt auf. "Ich habe auf der Reise viel mitgenommen. Vor allem habe ich gelernt, wie man Songs schreibt", sagt Jones, der im Gespräch zwischen Deutsch und Englisch wechselt.

Wie das Trio entstand

Über das Heilbronner Tonstudio Adworks lernt Pete Jones 2017 Moritz Radbruch kennen. Der 24-Jährige wurde in Paraguay geboren, studiert in Heilbronn Maschinenbau und ist nebenher im Sinfonischen Orchester Klangattacke aktiv. "Ich habe eine klassische Ausbildung am Kontrabass. Für einige der Songs musste ich aber auf den E-Bass umsteigen", sagt Radbruch. Die Chemie bei der ersten gemeinsamen Jam-Session stimmt sofort. "Menschlich und musikalisch. Pete ist sehr charismatisch und lustig drauf." "Auch als unser Schlagzeuger dazukam, hat es sofort harmoniert", ergänzt Pete Jones.

Live-Video vom Pete-Jones-Trio (Quelle: Youtube)

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