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Erst Haigern, dann Berlin

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In der Region sind die Jungs längst keine Unbekannten mehr. Seit zwei Jahren machen sie gemeinsam Musik, haben seither die Veröffentlichung ihres Debütalbums "Suchtpotenzial“ gefeiert, sich unter anderem mit Pur und Andreas Bourani eine Bühne geteilt oder das viertägige Haigern-Live-Festival in Talheim eröffnet.

Das Bürgerfest vom Bundespräsidenten

Seit vergangenem Wochenende kann die Nachwuchsband auch auf zwei Auftritte in der Hauptstadt im Park von Schloss Bellevue zurückblicken. Dort waren sie für das Bürgerfest von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier engagiert und durften neben Musikgrößen wie Gregor Meyle und den Prinzen ihre eigenen Lieder performen. "Es war ein überragendes und einmaliges Erlebnis, wie eine Auszeichnung“, schwärmt Sänger und Bandleader Felix Scheuber. Zumal ein Auftritt in Berlin insbesondere als junge Band aus dem Süden keine Selbstverständlichkeit sei. "Das war ein großer Ansporn noch mehr zu zeigen, was in uns steckt. Wir wollten abliefern und die Leute begeistern“, so der 30-Jährige.

Gesagt, getan – und das vor rund 4.500 geladenen Gästen am ersten und 15.000 Besuchern am zweiten Tag. Es sei eine positive Anspannung gewesen, mit der sie auf die Bühne gingen. "Wir waren aufgeregt, aber auch heiß darauf, endlich loszulegen“, erinnert sich der Ludwigsburger.

Ein Zeichen setzen

Eigene Songs zu spielen, ist Sonni Fäsh ein großes Anliegen. Ihre Pop- und Rocklieder sollen Spaß machen, aber auch zum Nachdenken anregen. Den Auftakt machte deshalb "Gib mir deine Hand“, ein Lied, das für die fünfköpfige Band zu einem ihrer Goldschätze zählt. Scheuber weiß: "Das kommt immer gut an, aber vor allem passt es gut in die heutige Zeit und zum Bürgerfest.“ Dieses stand unter dem Motto "Zusammenstehen“, zur Würdigung der ehrenamtlich engagierten Bürger, die sich für den Zusammenhalt Deutschlands und Europas einsetzen. Das musikalische Schlusslicht machte "Helden unserer Zeit“.

Nach den rechten Ausschreitungen in Chemnitz war es der Band wichtig, ein Zeichen zu setzen. Scheuber erklärt: "Wir sollten alle daran arbeiten, zu Helden unserer Zeit zu werden. Die Menschen müssen lernen, sich wieder die Hand zu reichen und friedlich miteinander zu leben.“Auch, wenn ein paar ihrer Lieder gesellschaftskritische Töne hätten, wolle man niemanden kritisieren. "Jeder sollte sich an die eigene Nase fassen.“ 

Was nehmen die Jungs mit aus Berlin, abgesehen von einem Erinnerungsfoto mit dem Bundespräsidenten? "Euphorie“, sagt Scheuber. "Die wollen wir für unsere anstehenden Projekte nutzen.“ Der Auftritt habe richtig Lust gemacht. Lust, "sich weiter zu entwickeln, neue Songs zu schreiben und vor allem noch mehr Sonni Fäsh zu sein“.

 

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