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Den Spaß im Vordergrund

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Wie bei vielen Musikern begann auch die Karriere von AOP als Schülerband. Es folgten große Auftritte, Preise – und viel Stress. Die Band löste sich auf. Seit eineinhalb Jahren sind Oliver Pfleger (Gesang, Gitarre) und Philipp Schreiber (Gesang, Bass) zurück – mit neuem Album, dem neuen Schlagzeuger Chris Stephan alias Stukki und jeder Menge Spaß. Am Samstag steigt in der Rappenauer Mühltalhalle das AOP-Heimspiel, das erste eigene Festival der Band.

Viele Grautöne

Musiktechnisch lässt sich die Band AOP schwer in eine Schublade einordnen. "Die einen sagen, wir machen deutsche Rockmusik, andere nennen es radiotauglichen Punk oder einfach Punkrock“, sagt Oliver Pfleger. "Und dann kommt die Punkrock-Polizei und erklärt uns, dass das gar kein Punkrock ist“, ergänzt Philipp Schreiber und lacht. Den drei ist das egal. "Es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß, sondern viele Grautöne. Wie immer im Leben.“

Am bekanntesten ist wohl der Gute-Laune-Song "Mutter Theresa“. Bei Spotify wurde er über 1,4 Millionen mal angehört. Aber auch Rockballaden wie "Du fehlst mir“ haben die drei Väter im Repertoire. Worum es in ihren Songs geht? "Um die Liebe, um das Leben und darum, eine gute Zeit zu haben“, fasst es Oliver Pfleger zusammen. "Aktuell arbeiten wir aber wieder etwas gesellschaftskritischer“, betont Philipp Schreiber. So gehe es im Song „Ich bin kein Nazi, aber“ um sprachliche Verrohung von rechts, um jede Form von Extremismus und um fehlende politische Reflexion.

Der Anfang

Angefangen hat alles vor 20 Jahren. "Damals war ich extrem dünn, und wir haben auf dem Musikschulfestival meiner Mutter zwischen lauter Blockflöten gespielt“, erinnert sich Philipp Schreiber. Namenstechnisch haben sich die beiden Musiker einige Male verändert. "Die schwarzen Schafe“, "Spoilt“, "Die Spaßfraktion“, dann "AndiOliPhilipp“ und schließlich einfach "AOP“. Damals waren sie bei Rock am Ring, Hurricane oder auch Southside. 2010 gewannen sie den Titel als beste Liveband Baden-Württembergs.

Treue Fans

Der ehemalige Schlagzeuger Andreas Huck verließ die Band noch vor der Auflösung. Seit dem Neuanfang übernimmt Chris Stephan dessen Job. Dass die Band noch das Initial seines Vorgängers trägt, stört ihn nicht. Sowieso sehen die drei heute alles entspannter. "Damals ging es um Gespräche mit großen Plattenfirmen, jetzt steht der Spaß im Vordergrund“ sagt Gymnasiallehrer Oliver Pfleger. Deshalb gehe die Band kein finanzielles Risiko ein. Ihr im März 2018 erschienenes Live-Album "Vor ein paar Jahren“ finanzierte sie über eine Crowdfunding-Plattform. 15.000 Euro kamen am Ende zusammen.

"Wir haben eine treue Fan Base“, betont Stephan. Die treue Unterstützung zeige sich auch am Samstag. Schon freitags werden Freunde der Band anpacken. "Bühne aufbauen, Lichtanlage anschließen, die Halle kleiner machen, wir haben für alles Unterstützung“, sagt Schreiber.

Die Bühne teilen sich AOP mit befreundeten Musikern. "Neben unserem Debüt-Album Dein Radio sind auch komplett neue Songs zu hören“, betont Stephan. "Danach werden wir uns dann erst einmal im Proberaum einschließen und Nachschub produzieren.“

 

 

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