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Tritte gegen Schnullipop

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Nebel umhüllt die fünf Gestalten auf der Bühne. Eine Polizeisirene erklingt, plötzlich Stille, dann ein greller Schrei des Schlagzeugers: "Rock 'n' Roll!" Das Signal für Burnin' Alive, einen rasanten Ausflug in die Welt des Hard Rock zu starten. Die Haare fliegen – Dreads, Locken, glatt – völlig egal, Hauptsache lang. Wenn die Bühne zu klein wird, taugt auch der Verstärker als Podest, Rocker von heute präsentieren sich zudem gern mit freiem Oberkörper.

Was Sänger Michael Wagenblast, Schlagzeuger Florian Seidel, Bassist Tobias Eckert und die Gitarristen Pawel Trybulski und Mitja Domay auf der Bühne bieten, ist eine stimmige Kombination aus harten Gitarrenriffs und mitreißenden Soli, mit der sie eigene Songs, aber auch Klassiker der Rockgeschichte präsentieren und gezielte Tritte in Richtung Pop-Industrie austeilen.

Auf die Melodie von Joan Jetts "I love Rock 'n' Roll“ grölt das Publikum gut gelaunt "We hate Britney Spears", und die Spice Girls würden wohl vor Empörung quiekend aus ihren Stilettos kippen, wenn sie die zum Rock-Intro umfunktionierte Version ihres Hits "Wannabe" hören würden.


Treue Fans

Zehn eigene Nummern haben die Neuenstädter, die gerade ihr Abitur und ihre Ausbildung machen, bisher im Repertoire. In denen geht es vor allem um ihr Lebensmotto "Rock 'n' Fuckin' Roll", aber es sind auch mal Balladen fürs Herz dabei, erzählt Sänger Michael. Im März hat die Band ihre Single "Lick the sugar" auf der Internetplattform Myspace veröffentlicht.Das dazugehörige Video entstand im Neckarsulmer Kreatief.

In der Region Heilbronn haben sich die Rocker eine treue Fangemeinde erspielt und begeistern sowohl Jugendliche als auch knallharte Biker. Fast immer mit dabei: der 45-jährige Rene, der wegen seiner frappierenden Ähnlichkeit mit dem Schock-Rocker Alice Cooper nur Alice genannt wird und zum Auftritt schon mal mit dem Taxi von Bad Friedrichshall nach Stuttgart fährt. "Die Jungs haben meine volle Unterstützung. Sie haben es echt verdient, groß rauszukommen", erklärt er.


Viele Konzerte

Auf dem besten Weg dorthin sind die fünf bereits: Über 25 Konzerte haben sie im letzten Jahr gespielt, mindestens genauso viele sollen es auch in diesem Jahr werden. Nach dem Sieg beim größten Bandcontest in Baden-Württemberg, dem Youngsterball im LKA Longhorn in Stuttgart, spielt Burnin' Alive im Juli beim Dies Academicus der Universität Hohenheim und hat sich zudem einen Beitrag in "Charlies Rockshow" beim Radiosender "Die neue 107.7" gesichert. Und weiter? "Wir würden gerne ein Album aufnehmen", erklären die fünf. Gecovert haben sie jetzt lange genug.


Youngsterball-Contest

Mitmachen beim Youngsterball können Rockbands, die 25 Minuten mit eigenen, Gema-freien Songs bestreiten können, zum Zeitpunkt der Bewerbung ein Durchschnittsalter von maximal 23 Jahren haben, und keiner der Musiker darf älter als 24 Jahre zum Zeitpunkt des Events sein. In fünf bis sechs Vorrunden können jeweils fünf Bands sich präsentieren. Wer ins Semifinale jeweils im Sommer ins LKA kommt , entscheiden das Publikum und eine Jury. Das Finale findet dann im Dezember statt.



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