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Energiegeladene Gesellschaftskritik

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Wer weiß, vielleicht werden sie eines Tages Rockstars? Unter dem Namen Dementis of Rock haben sich die Hüffenhardter Matthias Müller, Manuel Elzer und der Neckargeracher Benjamin Heinen zusammengetan. Sie machen Poprock-Alternative mit tiefsinnigen Texten.

Wenn die drei Jungs in ihrem Probenraum das energiegeladene Stück "Hello Hello" spielen, scheint sich das Zimmer in eine Konzerthalle zu verwandeln: Jeder Gitarrenriff sitzt, der Bass und das Schlagzeug geben den Rhythmus an. Müllers kraftvolle Stimme bringt die Aussage der Worte treffend rüber.



Vergleiche

Der Stil erinnert an The Offspring, im deutschen Raum wird die Gruppe auch mit Andi-Oli-Philipp aus Bad Wimpfen verglichen. Dennoch bewahren Dementis of Rock ihre eigene Originalität. Seit einem starken Jahr macht das Trio Musik. Die Hüffenhardter Manuel Elzer (Bass), und Gitarrist Matthias Müller kommen aus dem gleichen Ort und haben die gleichen Interessen. Vor allem die Vorliebe für Lieder von der Gruppe Die Ärzte faszinierte die beiden. Übers Internet stieß der 17-jährige Benjamin Heinen zu ihnen.

Statt Coversongs wollten Dementis of Rock bald eigene Musik machen. Mathhias ist der Kopf hinter den Texten. Oft sprudelten die Ideen einfach so aus ihm heraus. Gemeinsam feilt die Band dann an den Songs. Meist geht es um gesellschaftskritische Themen.

Unter anderem mokieren sich die Musiker über die Willkür der Politik, "Hello Hello" handelt von Liebesbeziehungen. "In der ersten Strophe geht es um Mädchen, die mit den Jungs nur spielen", sagt der 20-jährige Matthias. In der zweiten Strophe singt er über Kletten. "Die dritte Strophe beschreibt die Wunschvorstellung, und zwar welche Charaktereigenschaften die Frauen haben sollten." Beim Titel "Surrender" geht es um Selbstmord.



Verwirrung 

Eine Musikschule haben die Bandmitglieder nie besucht. "Die Instrumente haben wir uns selbst beigebracht", erzählt der 23-jährige Manuel Elzer. Auch ihr erstes Album, das demnächst erscheinen wird, hat das Trio allein aufgenommen und gemischt. "Alles selfmade", berichtet Elzer.

Mit dem Bandnamen wollen die Sänger vor allem eines: Verwirrung stiften. "Der Name sollte etwas ziemlich Konfuses sein", verrät Müller und grinst. Noch ist die Musik ein Hobby für die drei jungen Musiker: Heinen macht eine Ausbildung im Straßenbau, Elzer studiert in Karlsruhe Elektrotechnik, und Müller möchte demnächst BWL studieren. Dennoch hoffen sie, eines Tages ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen und große Konzerthallen zu füllen. "Das ist unser Traum", sagt Manuel Elzer.



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