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X-Factor als Karrierechance

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"Hier sind wir wieder, singen ein neues Lied, denken oft daran, wie unsere Geschichte weitergehen wird." Die Zeilen des Popsongs "Ladies and Gentlemen" – im Original auf Englisch – stammen von Jean-Marc Lorber (32) aus Pfaffenhofen und Marco Fantuccio (29) aus Stuttgart.

Wie ihre Geschichte weitergeht, wird sich bald zeigen: Die beiden Musiker treten unter dem Namen R8 Choiz (sprich: Right Choice) bei der zweiten Staffel der TV-Casting-Show X-Factor auf Vox an. "Eine gute Freundin hat uns angemeldet", berichtet Lorber.



Hunger und Aufregung

Angetan von der Idee waren die Freunde zunächst nicht. Doch dann bekamen sie, wie über 25 000 andere Bewerber auch, eine Einladung zum Vorcasting Ende April in München. Über sechs Stunden mussten sie dort auf ihren ersten Auftritt warten. Neben der Aufregung machte ihnen auch der Hunger zu schaffen. "Ich dachte, wenn wir weiterkommen, ist es gut. Wenn wir rausfliegen, ist es auch okay, denn wir wollten ja heim", sagt Lorber und lacht.

Doch die jungen Männer schafften es. Nach drei Vorrunden durften sie Anfang Mai vor der Fernsehjury mit Sarah Connor, Till Brönner und Das Bo auftreten. "Es waren 300 Leute im Studio", erzählt Fantuccio. "Das war klasse, weil wir vor so einem großen Publikum selten gespielt hatten." Mit dem Titel "When you say nothing at all" von Ronan Keating überzeugten sie die Jury.


Karrieremöglichkeiten

Seit einem Jahr versuchen die Männer sich ernsthaft als Musiker. Ihre Nummern schreiben und produzieren sie selbst. Stilistisch sind sie offen: "Wir erfinden das Rad nicht neu. Alles, was schöne Klangfarben hat, wird von uns gerne als Inspiration verwendet", sagt Lorber und fährt sich mit der Hand an die Schläfe.

Die Bewegung ist nicht kontrolliert: Der Sänger leidet seit seinem neunten Lebensjahr am Tourettesyndrom. Beim Singen tritt es nicht auf, "weil man Spannung abbaut", erklärt der ausgebildete Einzelhandelskaufmann und Ernährungsberater, der auch Mitglied im Bönnigheimer Chor Da Capo ist. Sollte es mit der Musik nicht klappen, könne er sich auch eine Karriere als Radiomoderator vorstellen.


Ihre Ziele

Wo die Band derzeit im Wettbewerb steht, dürfen die Sänger nicht verraten. Nur soviel: irgendwo "weit oben". Hat sich ihre Einstellung zur Show geändert? "Wir haben Blut geleckt", sagt Lorber.

Gewinnen sei aber nicht das Ziel, betonen beide, eher "Aufmerksamkeit auf eigene Sachen zu ziehen". Das können sie seit 30. August bei X-Factor tun. Wie heißt es in ihrem Songtext? "Es ist unmöglich, das Ende der Geschichte abzusehen."

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