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Blue Veiins starten durch

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Einen großen Moment erleben die fünf Jungs der Schwaigerner Indie-Rockband Blue Veiins im Juni 2010. Damals schreiben sie ihre ersten eigenen Songs, bewerben sich einfach mal auf gut Glück bei Mercedes und haben Erfolg.

Blue Veiins werden für zwei Tage auf dem Mercedes-Benz-Service-Gipfel in Hannover gebucht. Dort spielten sie jeweils eine Stunde lang vor 500 Zuhörern und diversen Kamerateams – eine enorme Zahl, wenn man bedenkt, dass der Auftritt erst der zweite im jungen Bandleben ist, nach einem Gastspiel im Heilbronner Café Wilhelm, das das Popbüro organisiert hat.

 

Plattenvertrag

Mercedes findet Gefallen an den jungen Musikern aus dem Unterland und nimmt mit ihnen eine erste EP auf, die als Weihnachtsgeschenk an Kunden verschenkt wird. Kurz darauf folgt die erste kleine Deutschlandtour der Band mit zwei Abstechern nach Frankreich.

Heute ist für Blue Veiins, die seit Dezember 2011 in der jetzigen Besetzung und nur noch eigene Songs spielen, wieder ein großer Tag. Ihr Album "222" erscheint europaweit im Handel und kann für das junge Quintett einen wichtigen Karriereschub bedeuten. 2012 erhalten Marc Koch (24 Jahre, Gitarre), Patrick Kleinknecht (21, Schlagzeug), Luca Riemer (21, Gitarre, Gesang, Synthesizer), Christian Wohlfeil (21, Bass, Gesang) und Alessandro Bolch (21, Gitarre, Gesang) einen Plattenvertrag bei Coast Rock Records in Kiel und veröffentlichen die Single "Genius".

 

 

Viele Einflüsse

Was folgt, sind Festivalauftritte unter anderem mit Pohlmann. "Unser Stil ist schwer einzuordnen", sagt Bassist Christian Wohlfeil. "Indie-Rock und -Pop mit Einflüssen von Rock'n'Roll und Hip-Hop". Gitarrist Alessandro Bolch ergänzt: "Wir haben eine klare Struktur, aber man spürt die Einflüsse." Da die Jungs alle noch in Ausbildung sind oder studieren und in Schwaigern, Schwäbisch Hall, Biberach und Stuttgart wohnen, ist es schwierig, Proben und Konzerte unter einen Hut zu kriegen.


Bandabende

Die Musiker versuchen, einmal pro Woche einen Bandabend hinzukriegen, der auch mal bis drei Uhr morgens dauern kann. Dazu können sie einen Raum in der Heilbronner Straße in Schwaigern kostenlos nutzen. Das Songschreiben ist ein Gemeinschaftserlebnis: "Grundideen kommen von allen, dann hat einer eine Riff-Idee oder einen Refrainvorschlag", erklärt Bolch. "Wir bauen stundenlang an einem Song." Und Kleinknecht fügt hinzu: "Keiner von uns würde allein einen Song schreiben."

An Fremdmusik hören sie "alles außer Klassik". Ihr Ziel ist klar: Sich weiterentwickeln, einen größeren Labelvertrag ergattern, mit der Musik Geld verdienen. Nach der Ausbildung. 


Releaseparty Blue Veiins

Freitag, 22. Februar, Einlass 18.30 Uhr, im Gleis 3 Neckarsulm mit den Bands My Humble Self, Kaela (Stuttgart/Lauffen) und Leo hört Rauschen (Leipzig).

                                   

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