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Spaß an der Freude

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Schulmusik ist mehr als Chorgesang und Flöten. Am Dienstagabend trafen sich in Heilbronn wieder die Schulbands. "Rock meets School" ist eine Spezialität der Dammrealschule. Acht Bands aus Stadt und Landkreis Heilbronn ließen hören, was sie drauf haben.

Kein Wettbewerb. Kein Vergleich der Schularten. Keine Vorgaben, was zu spielen ist. Das sind die Spielregeln dieser Begegnung der Schulmusik, wie sie der Dammrealschulmusiker Udo Völker alle Jahre auf die Beine stellt. Das Konzert bietet den Schulrockern die stets beliebte Gelegenheit zu einem Auftritt. Und es ist den "Profi-Zuhörern" im Publikum Ideenbörse: "Das könnten wir doch auch mal spielen." Der Lehrer könnte bei seinem Kollegen nach den Noten fragen.
 

Body-Percussion

Bobby McFerrins "Don’t worry, be happy" etwa. Damit macht die Band der Paul-Meyle-Schule Heilbronn den Auftakt. Das Los hat die neun Jugendlichen der Schule für Geistig- und Körperbehinderte an den Anfang gestellt und schon ihr erster Song ist umjubelt. Sie spielen einfach klasse. Body Percussion macht heutzutage – hoffentlich – fast jeder Musiklehrer als Warming-up, um seine Schüler für Musik zu erwärmen.

Die Meyle-Rocker von Nicole Hesse aber haben es richtig gut raus. "Come on, yeah", rufen sie: "Move your body." Es tanzt zwar keiner, zu gespannt wartet jede Band auf ihren eigenen Auftritt. Doch der Applaus ist groß. "Vielleicht werden wir ja mal berühmt", schwärmen die Sängerinnen nach dem furiosen Auftritt.
 

Rockmusik

Musizieren stärkt das Selbstwertgefühl. Jeder hat Verantwortung fürs Ganze, sonst klingt es nicht. Man muss kommen, die Termine einhalten, pünktlich sein, auch im Spiel. Rockmusiker lernen sich zu konzentrieren. Sie üben, wenn etwas nicht auf Anhieb gelingen mag. Und sie lernen, aufeinander zu hören. Auch lassen sich schwierige Schüler in eine Band einbinden, sagt Udo Völker und ist selbst nach Jahrzehnten in der Schulmusik noch völlig fasziniert von solchen pädagogischen Möglichkeiten.

Leonie singt Den Kindern und Jugendlichen, die jüngsten Musiker sind zehn, die Ältesten gehen in Klasse zehn, ist das alles herzlich egal. Sie wollen Spaß. Leonie (10) von der Horneckschule Gundelsheim zum Beispiel. Sie singt alles gern. Die Mittwochsprobe lässt sie nie sausen.
 

Hervorragend

Ob jetzt die Gymnasiasten von der Neckarsulmer Joulebänd einheizen oder Bats und Peacocks von der Dammrealschule, die Rosefield Rocks von der Eppinger Realschule oder die Werkrealschüler von der Rosenauschule Heilbronn und aus Schwaigern: "Alle machen das hervorragend", lobt Udo Völker und verweigert den Vergleich wie bei einem Wertungsspiel. Rockmusiker brauchen keine Noten, aber Konzerte als motivierendes Ziel. Einladungen zu Auftritten sind erwünscht.
                       

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