Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Schritt für Schritt ins Musikgeschäft

zurück zur Übersicht

"Andere drücken sich durch Sport oder Kunst aus, bei mir ist es die Musik", erzählt Ivana Stipovic. Schon mit zwölf träumte sie von einer eigenen Band. Dieser Traum hat sich erfüllt: Seit 2014 singt die 15-Jährige in der Band Paradision. Damals haben die Heilbronner Jugendlichen Ivana und Julian Stipovic, Marius Kadlubsky und Leo Sandrisser angefangen, gemeinsam rockige Musik zu machen. Ein harmonisches Team zwischen 13 und 18 Jahren. Alle sind in Heilbronn zur Schule gegangen, die Geschwister Stipovic sind immer noch Schüler am Mönchsee-Gymnasium.

Musikvideo

Die vier brennen für Musik, haben Spaß, an eigenen Songs zu tüfteln, im Studio Songs aufzunehmen – das merkt man. Sonntags treffen sie sich in ihrem Probenraum, einer alten Lagerhalle im Industriegebiet Neckarsulm. Auf das, was sie bisher erreicht haben, sind sie sichtlich stolz – zu Recht. "Ich hätte mir nie träumen lassen, überhaupt mal in einer Band zu spielen oder ein Musikvideo zu drehen", erzählt Bassist Marius Kadlubsky.

Düster wirkt das Video, Nebel hüllt das Keyboard ein, im nächsten Bild sieht man die Band von oben. Zarte Gitarrenklänge und Gesang werden zum Ende hin immer rockiger. In ihrer Probenhalle ist es entstanden, das Musikvideo zu ihrer ersten Single "Hello Paradise". Sobald die Grundidee klar war, stellten die jungen Musiker spontan Licht- und Nebelmaschine auf, filmten aus verschiedenen Perspektiven und schnitten das Video. Nach drei Stunden und 20 Durchläufen war es fertig gedreht. Der Clip kann sich sehen lassen. Kein Wunder, dass er schon mehrere tausend Mal auf Youtube angeklickt wurde.

Selbstbewusst

Der Bandname Paradision ist an den Titel des selbstgeschriebenen Songs "Hello Paradise" angelehnt: "Eigentlich habe ich nur zum Spaß Paradision als Bandnamen in die Runde geworfen", erzählt der 18-jährige Bassist Marius Kadlubsky, genannt Kadu. Schnell war klar: Paradision passt. Eine einprägsame, peppige Wortschöpfung.

Bei ihren Konzerten treten sie selbstbewusst auf – ganz ohne Coach. "Ich lerne mit jedem Auftritt etwas dazu, das meiste bringe ich mir selbst bei", erzählt Sängerin Ivana Stipovic. Zielstrebig arbeiten sie auf den Einstieg in die Musikbranche hin: "Wir warten nicht, bis wir entdeckt werden, sondern gehen selbst auf Plattenfirmen zu, arbeiten hart dafür, unser Ziel zu erreichen", sagt Gitarrist Leo (17). Er möchte auf jeden Fall mal von der Musik leben. Schlagzeuger Julian möchte sich nicht allzu sehr auf die Musikbranche verlassen; er weiß, wie sehr Erfolg abhängig von Glück ist. "Ich möchte ein sicheres Standbein", erzählt der 13-Jährige und weiß schon jetzt, dass er Medizin studieren will.

Derzeit ist das Quartett dabei, den Neun-Minuten-Song "His Shepherd" aufzunehmen. Der nächste Schritt ist eine EP. Per Crowdfunding wollen sie die Kosten von rund 6000 Euro decken.

Crowdfunding und Konzerte

Wer möchte, kann Paradision per Spenden auf Startnext unterstützen.

Konzerte: 14. November im Kreatief Neckarsulm; 13. Dezember im Alten Theater Sontheim.

 

Galerien

Regionale Events