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SEK-Einsatz in Cleebronn

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Ein Mann verschanzt sich in einem Haus in der Hindenburgstraße. Zuvor soll er Menschen bedroht haben.

Die Polizei wurde nach Angaben von Pressesprecher Frank Belz gegen 0.45 Uhr alarmiert. Ein Zeuge meldete, er sei auf der Straße von einem jungen Mann mit einer Kurzwaffe bedroht worden. Schon davor soll es zu Beleidigungen und Sachbeschädigungen durch den Mann gekommen sein. Wie der Polizei gemeldet wurde, befand sich der 20-Jährige in einer psychischen Ausnahmesituation. Er zog sich wieder ins Haus zurück.

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Kriminaldauerdienst, Hundestaffel, zahlreiche Polizisten des Präsidiums Heilbronn und das Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Baden-Württemberg waren vor Ort. „Es bestand der Verdacht, dass die Person bewaffnet ist“, sagte Belz unmittelbar nach dem Einsatz vor Ort. Ob eine Waffe gefunden wurde, war Gegenstand der Ermittlungen. Dazu machte die Polizei  zunächst keine Angaben. Im Zuge der Untersuchungen wurde eine Softair-Waffe gefunden. Diese sehe einer echten Waffe täuschend ähnlich, sagte ein Polizeisprecher am Vormittag auf Anfrage. Außerdem sei ein selbstgebastelter Totschläger gefunden worden.

Keine Verletzten nach Festnahme

Die Polizei brachte nach eigenen Angaben vier Personen, die ebenfalls im Haus waren, ins Freie. Auf der Straße standen allerdings einige Menschen mehr zusammen. Einige von ihnen standen sichtlich unter Schock, ein junger Mann brach in Tränen aus. In welcher Beziehung sie zueinander standen, war zunächst unklar. Nach Polizeiangaben handelte es sich um die Eltern des 20-Jährigen und weitere Angehörige.

Gegen 3.30 Uhr drangen die SEK-Beamten ins Haus ein und nahmen den 20-Jährigen in seinem Zimmer fest. Verletzt wurde niemand. Weil er sich nach wie vor in einem Ausnahmezustand befand, wurde er in eine psychiatrische Klinik gebracht. Die Bewohner kehrten kurz nach vier ins Haus zurück, sie wurden von einem Notfallseelsorger betreut.

Nicht bekannt ist, ob es einen Zusammenhang zu einer weiteren Tat in Cleebronn gibt. Am Karfreitag warf ein Unbekannter zwischen 16 und 17.30 Uhr einen Molotowcocktail in einen Garten der Lindenstraße. Der Brandsatz bestand nach Polizeiangaben aus einer Wodkaflasche und einer noch unbekannten Flüssigkeit. Die Flasche blieb vor der Hausfassade liegen und hinterließ im Boden Brandspuren. Ein nennenswerter Sachschaden entstand der Polizei zufolge nicht. 

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