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Surimi ist Fischeiweiß

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Surimi ist vielen Menschen vom Sushi-Essen vertraut: Das Fischerzeugnis, das da auf einem Reisklecks liegt, sieht zum Beispiel aus wie eine Garnele, ist aber keine. "Surimi besteht meistens aus Alaskaseelachs, der filetiert, entgrätet, zerkleinert und gewaschen wird", sagte Sandra Kess vom Fisch-Informationszentrum auf der gestern zu Ende gegangenen Agrarmesse Grüne Woche in Berlin. Auch blauer Wittling werde manchmal verwendet.
 
Viele Leute glaubten, Surimi werde aus Fischresten gemacht. "Aber das stimmt nicht", betonte Kess. "Für Surimi werden keine Gräten, Fischköpfe oder -schwänze verwendet. Nur das Fischfilet wird verarbeitet." Das geschehe meist direkt nach dem Fang schon auf Fabrikschiffen. Nach dem Entgräten, Zerkleinern und Waschen entsteht ein Fischbrei, der laut Sandra Kess zunächst in Blöcken tiefgekühlt wird.
 
 

Fischeiweiß

Durch die Zugabe von Sorbit, Phosphaten, Wasser und weiteren Zutaten wird die eiweißreiche Masse nach weiteren Verarbeitungsschritten in Form gepresst und wärmebehandelt. Typisch sei etwa die Form von Garnelen oder Krebsscheren, erläuterte Kess. Die für Krustentiere typische rote Farbe erhalte die Masse durch Paprika.
 
Wer im Laden Surimi in entsprechender Form kauft, dürfe nicht enttäuscht sein, wenn es nicht nach Krebs oder Garnele schmeckt, sagte Kess. "Diese Ware wird immer als Krebsscherenimitat oder Garnelenimitat gekennzeichnet und angeboten." Dadurch werde deutlich gemacht, dass es sich nicht um echte Krustentierteile handelt. "Es ist hochwertiges Fischeiweiß, aber eben keine Garnele."
 
 

Genießen

Außer für Sushi lässt sich Surimi unter anderem als Suppeneinlage oder Quichezutat verwenden. Es schmeckt Kess zufolge sowohl kalt wie auch gebraten. Surimi habe in Japan eine jahrhundertealte Tradition.
 
 
                  
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