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In Woodstock fing alles an

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Woodstock brach alle Rekorde. Nie zuvor hatte es ein Rockfestival dieser Größenordnung gegeben. Joe Cocker, Richie Havens oder Santana starteten im August 1969 ihre Weltkarrieren. Andere Woodstock-Legenden und was aus ihnen wurde:

Joan Baez (geboren 1941): Sie sang für die Einsamen und Entrechteten der Welt, wider den Krieg und für die Liebe. Jahrzehntelang stand die Folksängerin an der Spitze der Friedensbewegung, kämpfte für Umweltschutz, Gleichberechtigung und gegen soziale Missstände. In den 60er Jahren marschierte sie neben dem schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King. Ihren legendären Protestsong "We Shall Overcome" singt Baez heute nur noch selten. Dass sie die Welt verbessern kann, glaubt sie ohnehin nicht mehr: "Optimismus ist nur was für Dumme."

Janis Joplin (1943-1970): Sie röhrte, röchelte und hauchte – und machte Furore mit einer der ungewöhnlichsten Stimmen ihrer Generation. Sie trank und kiffte wie Jimi Hendrix: Oft genug stand sie mit dem Mikrofon in der einen und der Whisky-Flasche in der anderen Hand auf der Bühne. Ihren Durchbruch hatte Janis Joplin 1967 beim legendären Monterey Pop Festival. Ihr Leben auf der Überholspur endete schon 1970 in einem Hotelzimmer in Hollywood, Janis Joplin war da gerade 27. Vermutlich nahm sie die Überdosis Heroin aus Versehen. 

Jimi Hendrix (1942-1970): Sein musikalisches Vermächtnis ist groß, doch sein Leben war nur kurz. Mit seinem Solo beim Woodstock-Festival drückte Jimi Hendrix einer ganzen Musik-Epoche den Stempel auf. Als er die US-Nationalhymne verfremdete und virtuos Sirenengeheul und Geschützdonner einbaute, machte er sich zur Speerspitze der Anti-Vietnamkrieg-Bewegung und zur Ikone einer Generation. Bereits mit 27 starb das Gitarren-Genie 1970 in London. Sein innovativer Stil hatte maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Rockmusik

Johnny Winter (1944-2014): Oft fällt der Name des Gitarren-Virtuosen und Sängers in einem Atemzug mit Rock-Stars wie Jimi Hendrix oder Eric Clapton. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere galt Winter als der beste weiße Bluesmusiker. Zur Behandlung seiner Heroinsucht musste er jedoch eine längere Auszeit nehmen und feierte sein Comeback im Jahr 1973 mit dem Album "Still Alive and Well". Bis zuletzt ging der Texaner auf Tournee. Sein Gitarrenspiel und der heisere, krächzende Gesang hatten auch im Alter nichts von ihrer Intensität eingebüßt. Johnny Winter starb im Juli 2014 in Zürich.

Ravi Shankar (1920-2012): Für Beatle George Harrison war er der Vater der Weltmusik, Star-Violinist Yehudi Menuhin verglich ihn sogar mit Mozart. Mit seiner Sitar, dem lautenartigen Saiteninstrument aus seiner Heimat, trat Ravi Shankar einen Siegeszug um die Welt an und machte klassische indische Musik auch im Westen populär. Schon in den 50er Jahren tourte der Virtuose durch Deutschland, Großbritannien und die USA. Der Inder schrieb Musik für etliche Filme, darunter "Gandhi" (1982). Er starb 2012 mit 92 Jahren in den USA.


 

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