Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Lidl und Coca-Cola bald Feinde?

zurück zur Übersicht
Spekulationen um Verkaufsstopp: Der Lebensmittelhändler Lidl wirft Coca-Cola aus seinen Regalen. Diese Meldung sorgte im Internet für Aufsehen. In einigen Märkten sei die Brause schon nicht mehr erhältlich.

Wurde eine der weltweit stärksten Marken zum Opfer des Preiskampfes zwischen den deutschen Lebensmittelhändlern? Schon seit Monaten verging kaum eine Woche, in der nicht irgendeine Kette Coca-Cola zum Schnäppchenpreis anbot.

 

Tiefpreise

Lidl hatte mit 56 Cent pro Liter der braunen Brause sogar für einen Tiefstpreis gesorgt. Aktuell verlangt der Neckarsulmer Händler laut Angaben der Online-Präsenz 72 Cent. Das zeigt aber auch, dass das Produkt, wie auch Fanta und Sprite, derzeit sehr wohl noch bei Lidl zu haben sind.

Keinen Kommentar zum Brausestreit gibt es aus der Neckarsulmer Lidl-Zentrale, und auch die Zentrale der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG mit Sitz in Berlin zeigt sich zu diesem Thema ziemlich zugeknöpft. Lediglich ein Satz ist dem Pressesprecher zu entlocken. "Bislang haben wir uns mit Lidl nicht auf ein gemeinsames Vermarktungskonzept geeinigt."

 

Verhandlungen

Entgegen allen Rauswurf-Meldungen deutet diese Aussage darauf hin, dass noch nicht entschieden ist, ob es bei Lidl weiterhin Coca-Cola geben wird. Offenbar werden derzeit mit harten Bandagen Preisverhandlungen geführt − zum Jahreswechsel hatte das Getränkeunternehmen Preiserhöhungen angekündigt. Laut "Lebensmittel-Zeitung" (LZ) ordert Lidl derzeit keinen Nachschub mehr.

Für Coca-Cola wäre eine Auslistung ein harter Schlag. Mit mehr als 3000 Filialen sind die Neckarsulmer für Coca-Cola ein wichtiger Absatzkanal. Für Lidl sind Markenprodukte schon immer ein wichtiger Pfeiler der Strategie. Beide Verhandlungspartner haben also ein großes Interesse an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit. Insofern dürfte der Brause-Streit in Wirklichkeit ein Sturm im Wasserglas sein.
   

Galerien

Regionale Events