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Leiser Jubel und brasilianische Küche: Tipps rund um die WM

Flagge zeigen

Übersicht
Italien, Deutschland, Kamerun, Brasilien – Mieter dürfen während der Fußball-Weltmeisterschaft durchaus Flagge für ihr Team zeigen. "In meiner Wohnung kann ich streng genommen machen, was ich will", erklärt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund in Berlin. "Das gilt auch für den Balkon." Das heißt: Jeder darf schmücken, wie er will – vorausgesetzt, er übertreibt es nicht.
 

Drei Tipps für Mieter:


Übergrößen vermeiden: Fahnen der Lieblingsmannschaft am Balkon sind durchaus zulässig. Das gleiche gilt für anderen Fußballschmuck. "Allerdings darf ich die Nachbarn nicht beeinträchtigen", erklärt Ropertz. "Versperrt zum Beispiel eine übergroße Fahne den Mietern unter mir die Sicht, muss ich sie im Zweifel abnehmen."

Nichts fest anbringen: Grundsätzlich muss der Fußballschmuck sicher angebracht sein. "Niemand darf gefährdet werden", erklärt Ropertz. Wer allerdings seinen Fahnenmast deshalb am Balkon anschrauben möchte, sollte vorher seinen Vermieter fragen. Denn das gilt unter Umständen als Eingriff in die Bausubstanz, bei dem der Vermieter keinen Spaß versteht.

Nachtruhe beachten: Auch, wenn manche Spiele wegen der Zeitverschiebung bei uns erst spät am Abend beginnen – zu laut sollte der Torjubel dann nicht ausfallen. "Ab 22 Uhr gilt Nachtruhe", warnt Ropertz. "Im Zweifel muss ich die WM-Party dann in die Wohnung verlegen." Eine andere Möglichkeit: "Ich kann natürlich die Nachbarn auch alle einladen."

Lärm: Wie viele Gäste zu einer WM-Party eingeladen werden, darf der Vermieter nicht vorschreiben. Allerdings haftet der einladende Mieter für alle Schäden, die von den Gästen angerichtet werden. Und er muss darauf achten, dass der Lärm – auch vor der Nachtruhe – nicht überhand nimmt. Lachen und Rufe sind wahrscheinlich in diesen Tagen eher unproblematisch. Wilde Fangesänge können jedoch für Ärger mit den Nachbarn sorgen.

Während der Fußball-WM hängen wieder viele Autofahrer Fähnchen in den Wind. Dabei gilt es jedoch auch einiges zu beachten.

Halterungen: Doch wenn bei den kleinen Länder-Flaggen die Halterungen brechen, kann es für den nachfolgenden Verkehr gefährlich werden. Vincenzo Lucà vom Tüv Süd rät daher, sie nur im Stadtverkehr zu nutzen. "Normale Halterungen sind für Geschwindigkeiten bis 50 Stundenkilometern ausgelegt." Also besser keine Überlandfahrten oder gar Autobahnfahrten damit unternehmen.

Überzieher: Bei den in den vergangenen Jahren zunehmend beliebter gewordenen Überziehern für die Außenspiegel müssen Autofahrer zudem beachten, dass die Beleuchtungsanlage frei bleibt. "Wer Spiegel mit integrierten Seitenblinkern hat, der muss auf die Spiegelüberzieher verzichten", sagt Lucà.

Versicherung: Fußball-WM-Dekoration am Wagen kann Autobesitzern bei einem Versicherungsfall Probleme bereiten. Durch Fähnchen, deren Halterung auf die Seitenfenster gesteckt wird, schließen diese nicht mehr vollständig. "Nach einem Fahrzeugeinbruch oder -diebstahl kann das vom Kfz-Versicherer als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden. Im Bereich der Teilkasko sind dann Leistungsabzüge möglich", erklärt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Wer die Fähnchen beim Abstellen des Autos jedes Mal abnimmt und die Fenster komplett verschließt, geht auf Nummer sicher. Und wenn der Versicherer in den Vertragsbedingungen auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet, droht laut Boss im Schadensfall auch mit WM-Deko auf den Seitenscheiben kein Leistungsabzug.

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