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Das Foto für zwischendurch: Smartphone oder Kompaktkamera?

Kein bisschen wasserscheu

Übersicht
Für normale Kameras ist ein Tag am Strand heikel. Wasserspritzer, Sandkörner, Sonnenmilch und der eine oder andere Sturz gefährden die sensible Technik. Wer in der schönsten Zeit des Jahres mit einer kleinen handlichen Kamera unbeschwert fotografieren will, sollte zu robusten Varianten greifen. Die sind wasserdicht und stoßfest, trotzen Staub und Sand. Sogar Abtauchen ist mit Outdoor-Kameras möglich.


Absturz

Dass sie tatsächlich hart im Nehmen sind, bewiesen zehn wasserdichte Kompaktkameras im Test der Stiftung Warentest. Den Sturz aus einem Meter Höhe auf Beton überstanden alle. Zurück blieben nur einige Kratzer und Dellen. In der vom Anbieter angegebenen maximalen Wassertiefe – je nach Modell bis zu 25 Meter – hielten sämtliche Geräte dicht. 

Urlaubsreif sind die Outdoor-Kameras für 103 bis 335 Euro, aber taugen ihre Aufnahmen fürs Fotoalbum? Die Bildqualität leidet etwas unter der Panzerung der Apparate. Weil das Objektiv wohlbehütet im engen Gehäuse sitzt, ist es klein und nicht so lichtstark. Fast alle Kameras schneiden im Test mit Befriedigend ab, der Sieger segelt knapp am Gut vorbei: die Nikon Coolpix AW120. Sowohl im Trockenen als auch im Nassen liefert sie beachtliche Bilder, schreibt die Zeitschrift "Test" in ihrer Juliausgabe. 

Outdoor-Kameras sind anders als andere Kompaktkameras. Alle empfindlichen Teile sind geschützt. Eine Glasscheibe bedeckt das innen liegende Objektiv. Gummidichtungen halten Wasser und Sand von Auslöser, Speicherkarten- und Akkufach fern. Das Gehäuse ist besonders widerstandsfähig. 

Der Rundumschutz schränkt jedoch die Motivwahl ein. Weil die Objektive nicht aus den Gehäusen fahren können, sind ihre Zoomfaktoren eher niedrig. Weit Entferntes näher heranzuholen, ist ihre Stärke nicht. Am besten ist hier noch die Olympus Stylus TG-850. Bei ihr maßen die Tester einen Zoomfaktor von 5,5. Die Kamera hat auch das weitwinkligste Objektiv und gibt am ehesten ein ganzes Strandpanorama wieder. 


Mittelmäßig

Die Bildqualität von Outdoor-Kameras ist meist mittelmäßig. Viele von ihnen verfälschen Originalfarben und bügeln Farbabstufungen so stark glatt, dass Strukturen verloren gehen. Bei wenig Licht liefern sie düstere, zum Teil unscharfe Bilder in unnatürlichen Farben. Besser können es die Sieger: Nikon und Panasonic Lumix DMC-FT5. Ihre Bilder schneiden insgesamt noch gut ab. Die Panasonic macht zudem als einzige Kamera im Test gute Videos.

Zwar entstehen die meisten Urlaubsbilder an Land, mit den wasserdichten Kameras lässt sich aber auch die faszinierende Unterwasserwelt ablichten. Wie hoch die Qualität dieser speziellen Aufnahmen ist, haben die Tester exemplarisch an drei Fotoapparaten geprüft: an Testsieger Nikon, Canon D30 und dem Tabellenletzten Ricoh WG-4. Überraschend gute Bilder lieferte die Nikon. Ihr Unterwassermodus gleicht Verzeichnungen aus und mildert unliebsame Farbsäume. 

Wasserdichte Kompaktkameras eignen sich vor allem als Begleiter für Schnorchler. In dunkler Tiefe kommen die lichtwachen Kameras nicht klar. Profitaucher sollten sich deshalb lieber für eine Systemkamera mit zusätzlichem Unterwassergehäuse entscheiden.

 

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