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Besserer Schutz für Spareinlagen

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Auf dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise 2008 garantierten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der damalige Finanzminister Peer Steinbrück (SPD): "Die Spareinlagen sind sicher." Doch in Deutschland sind die Spareinlagen seit jeher in einem sehr hohen Umfang geschützt. Das Kabinett beschloss jetzt die Umsetzung einer EU-Richtlinie, mit der Sparer noch besser vor dem Verlust ihres Geldes geschützt werden.

Es gibt künftig ein einheitliches Mindestschutzniveau in der EU, wobei die speziellen Sicherungssysteme der deutschen Banken und Sparkassen bestehen bleiben. Wie bisher bleibt es im Fall einer Bankenpleite beim gesetzlich garantierten Schutz von bis zu 100 000 Euro pro Kunde und pro Bank. Dafür gibt es einen Rechtsanspruch. Alle Banken in den 28 EU-Staaten müssen einer Einlagensicherung angehören. Die muss wie in Deutschland vorfinanziert sein. Sparer kommen im Schadensfall schneller an ihr Geld.

Kontoinhaber sollen Einlagen innerhalb von sieben Arbeitstagen zurückerhalten – in Deutschland bereits ab 1. Juni 2016 und nicht wie EU-weit spätestens 2024. Derzeit gilt eine Frist von 20 Tagen. Auch gilt für besonders schutzbedürftige Einlagen, etwa solche, die aus dem Verkauf einer Privatimmobilie resultieren, ein Schutz von bis zu 500 000 Euro. Dieser gilt für bis zu sechs Monate nach Einzahlung.

 

Sicherungssysteme


Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) und der Verband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) verfügen bereits jeweils über einen "Haftungsverbund". Sie garantieren, dass ein Geldhaus in Not von den anderen Mitgliedern gestützt wird und nicht Pleite gehen kann. Kundengelder sind so mittelbar gesichert.

Es gibt gesetzliche Entschädigungs-Einrichtungen jeweils für private Banken (EdB) sowie öffentliche Banken (EdÖ). Einlagen sind dort bis zu 100 000 Euro pro Kunde geschützt. Darüber hinaus sind viele Privatbanken freiwillig Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes mit einer Sicherungsgrenze. Ab 1. Januar 2015 beträgt diese 20 Prozent des haftenden Eigenkapitals pro Kunde nach bisher 30 Prozent. 


 

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